Weiter Wirbel wegen Zajacs Welpen-Verkauf23. Januar 2012 Am heutigen 23. Januar demonstrieren verschiedene Organisationen mit ca. 150 Teilnehmern vor Zoo Zajac in Duisburg-Neumühl gegen den Welpenverkauf. Wegen unterschiedlicher Ziele der einzelnen Organisationen hatte es mindestens wei getrennte Demonstrationen gegeben. Dabei sollen auch Kunden des Zoofachmarktes beschimpft worden sein.
Bundesweit berichten die Medien seit Tagen über Zajacs „Tabubruch“; auch der ZZF hat in diesem Zusammenhang einen Medienansturm zu bewältigen. In der ZZF-Pressestelle stand das Telefon tagelang nicht still, so groß war das Interesse an einer fachkundigen Einschätzung durch das Haupt- und Ehrenamt des Verbands. In zahlreichen Interviews für Presse, Funk und Fernsehen erläuterten u.a. ZZF-Präsident Norbert Holthenrich und Vizepräsidentin Ute Klein die ablehnende Position des ZZF.
Nicht nur der Welpenverkauf selbst, sondern auch die Herkunft einiger der bei Zajac eingezogenen Hunde sorgt für Empörung. Darunter sind Lang- und Rauhaardackel sowie Labradoodle (gewollte Kreuzung aus Labrador und Pudel), die von Züchtern stammen. Norbert Zajac hatte ursprünglich angekündigt, seine Welpen würden vorwiegend von privaten Besitzern kommen, deren Hündin entweder unabsichtlich trächtig wurde oder die mit ihr einmal einen Wurf haben möchten. Zudem wurde ein Schreiben bekannt, in dem sich die Zajac-Tierärztin Dr. med. vet. Eva-Maria Egloff direkt an verschiedene Hundezüchter wendet, um sie für einen Verkauf ihrer Welpen über Zoo Zajac zu gewinnen. Der VDH als Dachorganisation von bundesweit rund 175 Rassehundezuchtvereinen ist – ebenso wie der ZZF und der Deutsche Tierschutzbund – entschieden gegen den Verkauf von Hunden im Fachhandel. „Zajac ist jetzt ein Ort, den Tierfreunde weit umfahren sollten", so Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
Unterdessen wurde bekannt, dass der Tierschutzverein Duisburg, der sich ursprünglich für freiwillige Vor- und Nachkontrollen bei den Welpenkäufern von Zoo Zajac angeboten hatte und gegen den deshalb ein Ausschlussverfahren aus dem Deutschen Tierschutzbund eingeleitet worden war, vor der Auflösung steht.
800.000 Euro hat das Unternehmen nach Angaben von Norbert Zajac in die 600 qm große Welpen-Anlage investiert, die vom Ordnungs- und Veterinäramt nach mehrfacher Überprüfung in der zweiten Januar-Woche genehmigt wurde. Kurz darauf waren die ersten Welpen für eine in Zajacs Quarantänestation eingezogen, bevor sie am 20. Januar in die Verkaufsgehege zogen. |