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ZZF-Schülerprogramm auf der HTP wieder ein Riesenerfolg

Wie aus Cyber-Kids Aquarianer werden

Lehrerin Christiane Schrabback freut sich, daß der Wettbewerbssieg ihre Schüler so motiviert hat.

Playstations, Internet und Handys – die neuen Technologien stehen bei den meisten Kids ganz hoch im Kurs. Es ist deshalb keine ganz leichte Aufgabe für den Zoofachhandel, die Kunden von morgen zu gewinnen. Umso mehr kann der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) es als großen Erfolg verbuchen, dass auf der Heim-Tier & Pflanze 2001 (HTP) rund 2.000 Schüler aus Berliner und Brandenburger Schulklassen für einige Stunden ihre elektronischen Spielzeuge vergaßen und sich für Hund, Katze, Maus und Aquaristik begeisterten. Nach Messeschluss zog ZZF-Präsident Klaus Oechsner ein entsprechend positives Fazit: „Unsere Seminare und der Aquarien-Einrichtungswettbewerb kamen wieder sehr gut an und sind nach wie vor eine wunderbare Gelegenheit, Kindern und Jugendlichen Lust auf das Zusammenleben und den artgerechten Umgang mit Tieren zu machen.“ Wie in den Jahren zuvor, waren sehr viele Lehrerinnen und Lehrer daran interessiert, ihren Biologieunterricht auf die HTP zu verlegen. Einigen Schulen musste die Messe Berlin sogar absagen, weil die räumlichen Kapazitäten nicht ausreichten und die Heimtier-Experten bereits ausgelastet waren. Mit Unterstützung einiger Tierärzte sowie Axel Straub von der cdVet Naturprodukte GmbH informierten ZZF-Präsident Klaus Oechsner, Vize-Präsident Klaus-Dieter Andersch und Landesverbandsvorsitzender Rainer Kühn während der Messe nonstop in 69 Seminaren praxisnah über alles Wissenswerte rund ums Heimtier. „Hund, Katze und Nager waren als Themen beliebt, doch die Aquaristik war besonders ‚in’“, so Klaus Oechsner. Nachdem die Schülerinnen und Schüler einiges über die richtige Gestaltung eines Aquariums gehört hatten, setzten rund 35 Klassen ihr Wissen bei dem Aquarien-Einrichtungswettbewerb in die Tat um.

Konzentriert bei der Sache: Aus jeder Schulklasse durften vier Schüler ein Aquariumbecken mit Wasserpflanzen, Steinen und Wurzeln gestalten.

Für den Wettbewerb hatte das ZZF-Team bereits vor Beginn der Publikumsschau eine Tonne Bodenkies gewaschen und etwa 5.000 Liter Wasser bereitgestellt. Selbstverständlich musste auch das biologische Gleichgewicht des Aquariumwassers vorab hergestellt werden, damit die Fische direkt nach Einrichtung der neuen Aquarien eingesetzt werden konnten. Jeweils vier „Abgeordnete“ jeder Schulklasse versammelten sich um einen Arbeitstisch, um gemeinsam das Becken zu gestalten. Dafür standen ihnen Wasserpflanzen, Steine und Wurzeln zur Verfügung, alles gesponsert von den Firmen Juwel-Aquarium, Hagen Deutschland, JBL, HOBBY Dohse Aquaristik, Aquarium Dietzenbach, Dennerle und dem Rudower Wassergarten. „Die Schüler waren konzentriert und ernsthaft bei der Sache“, erzählt Rainer Kühn. Nur wenn sie gar nicht mehr weiter wussten, habe er mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Alle Schüler-Aquarien wurden während der gesamten Laufzeit der Messe ausgestellt und von einer Fachjury, bestehend aus dem ZZF-Team und Experten des Verbands Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde e.V. (VDA), hinsichtlich ihrer artgerechten Gestaltung begutachtet.

Den ersten Preis vergab die Jury an die Bio-AG der August-Hermann-Francke Oberschule aus Marzahn. Für ihr vorbildlich eingerichtetes Aquarium für Schleierschwänze erhielt sie ein von der Firma Juwel gesponsertes 240-Liter-Panoramabecken mit Goldfischen, Panzerwelsen, Zierbandsalmlern und Laubensalmlern. Auch die Klassen auf dem zweiten bis vierten Platz erhielten hochwertige Aquarien der Firmen Juwel und Hagen. Die Sieger und alle anderen Teilnehmer bekamen am letzten Messetag die selbst eingerichteten Aquarien als attraktiven Blickfang und zur weiteren Pflege im Biologieunterricht geschenkt.

Bereits im Oktober letzten Jahres hatte die Gewinner-AG ein eigenes Schulaquarium eingerichtet. Zur Finanzierung des Projekts verkaufte die engagierte Klasse sogar Kuchen und vermittelte sogenannte Fischpatenschaften. Lehrerin Christiane Schrabback freut sich, dass das bereits erworbene Aquarianerwissen ihren Schülern nun zum Sieg verholfen hat: „Das Erfolgserlebnis, welches meine Schüler mit Ihrer Hilfe in den vergangenen Tagen erleben durften, hat ihnen besonders gut getan.“ Lehrerin Schrabback ist sich sicher, dass ihre AG den ZZF in guter Erinnerung behalten wird. Denn im Unterricht diene das Sieger-aquarium bereits als Anschauungsobjekt. Möglichst naturgetreu sollen die Schüler alle Zierfische abzeichnen. Ihr besonderes Augenmerk liege dabei auf zwei kleinen Goldfischen namens „Klaus“ und „Klaus-Dieter“...

Quelle: ZZA 3/2001 Seite 32