Pleiten in Deutschland
Nachdem 1999 die Wende bei Firmenzusammenbrüchen greifbar nahe schien – nach jahrelangem Anstieg waren die Unternehmensinsolvenzen erstmals rückläufig -, hat das vergangene Jahr diese Illusion zunichte gemacht. Um 19 Prozent stiegen Insolvenzen im Vergleich zum Vorjahr wieder an. Diese starke Steigerung ist aber auch darauf zurückzuführen, dass die Statistik seit dem vergangenen Jahr Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen zusammenfasst. Auf reine Firmenpleiten bezogen, macht der Anstieg im Jahr 2000 mit 28.000 plus 6 Prozent aus. Creditreform stellte dabei fest, dass 70 Prozent der Unternehmenskonkurse auf den Groß- und Einzelhandel sowie auf Dienstleistungsunternehmen entfielen. Hauptsächlich kleine Unternehmen wurden zahlungsunfähig. Pro Konkurs wurden durchschnittlich acht Arbeitsplätze vernichtet. Fachleute befürchten, dass die Zahl der Insolvenzen weiterhin deutlich ansteigen wird, da mit „Basel II“ Kredite für Unternehmen mit geringer Bonität teurer oder von vornherein abgelehnt werden. (zza/ZHH)
Quelle: ZZA 5/2001 Seite 12 |