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Konjunktur-Delle verursacht Umsatzeinbruch „2001 kann man abhaken!“
Der mit großen Hoffnungen im Januar 2001 gestartete deutsche Einzelhandel hat das Jahr bereits jetzt schon abgehakt. Nach dem bislang für die Branche sehr enttäuschenden Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr rechnet der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) nicht mehr mit dem zuvor prognostizierten Umsatzplus. Er erwartet 2001 reale Umsatzeinbußen von rund 1 Prozent. Am Jahresbeginn hatte der Branchenverband noch einen Zuwachs von 2 Prozent vorhergesagt. Je nach Branche kann aber im Einzelhandel „im engeren Sinne“ ein reales Umsatzplus von 1 bis 1,5 Prozent möglich sein. Der Zoofacheinzelhandel scheint – nach einer zza-Umfrage – dieses bescheidene Ziel erreichen zu können.
Insgesamt aber gibt es einen negativen Trend. Das belegen auch die Mai-Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Der Einzelhandel musste ein reales Umsatzminus von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat hinnehmen. Nur auf Grund von Preissteigerungen blieben die Erlöse konstant. Die Hauptgründe: Die Konjunktur-Delle in Deutschland ((vgl. Grafik) und die enorme Jahresteuerungsrate für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte. Im Mai stiegen die Preise um 3,5 Prozent gegenüber Mai 2000, und im Verhältnis zum April 2001 nochmals um 0,5 Prozent. Das war die höchste Jahresteuerungsrate seit Dezember 1993 (+ 4,2 %). Im Juni 2001 hat sich diese besonders für den Einzelhandel dramatische Entwicklung nur geringfügig abgeschwächt. Im Vergleich zum Mai 2001 stiegen die Lebenshaltungskosten nochmals um 0,2 Prozent, waren aber im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni mit 3,1 Prozent Plus nicht mehr ganz so hoch wie im Mai. Die geringfügige Abschwächung ist im Wesentlichen auf den verhalteneren Anstieg der Kraftstoffpreise zurückzuführen. (Stat.Buamt/hgm)
Quelle: ZZA 8/2001 Seite 9 |