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Terroranschläge begünstigen Rückzug in die eigenen vier Wände

Die unsichere weltpolitische Lage seit den Terroranschlägen vom 11. September verstärkt nach Ansicht von Trendforschern den Rückzug der Deutschen in die eigenen vier Wände. „Die neue geopolitische Lage schwächt den öffentlichen Raum und fördert alle Formen der Exklusivität und der Intimität, weil diese Sicherheit und Überschaubarkeit suggerieren“, heißt es in der aktuellen Studie des Zukunftsinstituts von Matthias Horx. Nach dem Motto „Wer sich unsicher fühlt, bleibt zuhause“, ist vielen Menschen die Reiselust vergangen. Das intensive Erlebnis suchen sie nun im häuslichen Umfeld zu verwirklichen.

Zwar ist der Trend zum „Cocooning“ (sich einspinnen wie die Larve im Kokon) nicht neu, es gibt ihn mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt schon seit den 70er Jahren. Der aktuelle Trend hat nach Ansicht von Horx jedoch mehr mit sozialem Miteinander zu tun als früher. Auch für den Hamburger Sozial- und Freizeitforscher Horst W. Opaschowski ist klar: „Die Deutschen werden häuslicher“. Dabei sei alles gefragt, was „die deutsche Seele Gemütlichkeit oder behagliche Atmosphäre nennt“. Davon profitieren neben der Einrichtungsbranche alle Anbieter, deren Produkte auf „gemütliches, soziales Beieinander“ und „intensives und sinnliches Erleben daheim“ abzielen. Nicht zuletzt kann auch die Zoobranche dazu beitragen. (dpa)

Quelle: ZZA 1/2002 Seite 14