Besuchen Sie auch den ZZF!
SITEMAP | KONTAKT | IMPRESSUM
Schwerpunkt
Diese Seite drucken


Passivrauchen schadet Katzen

Katzen, die in Haushalten von Rauchern leben, haben ein deutlich höheres Krebsrisiko. Zu diesem Ergebnis kommen amerikanische Veterinärmediziner der Tufts University School of Veterinary Medicine und der Universität von Massachusetts. Sie veröffentlichten ihre Studienergebnisse jetzt in der Fachzeitschrift „American Journal of Epidemiology“. Die Wissenschaftler hatten die Daten von 180 Katzen ausgewertet, bei denen Lymphome (Krebs des Lymphsystems) diagnostiziert worden war. Die Resultate sind beunruhigend: Je länger und je stärker die Katzen dem Zigarettenrauch ihrer Besitzer ausgesetzt waren, desto größer war das Krebsrisiko. Katzen, die bei zwei Rauchern lebten, erkrankten sogar mehr als viermal so häufig. „Lange wurde angenommen, dass die Hauptursache für Lymphome bei der Katze das Feline Leukämie-Virus ist“, erklärte der Veterinärmediziner Antony S. Moore. „Diese Studie zeigt, dass Passivrauchen zerstörerische Konsequenzen für Katzen hat, da es das Krebsrisiko für Katzen massiv erhöht.“ Katzen atmen nicht nur Zigarettenrauch ein, sondern nehmen Rauchpartikel auch bei der Fellpflege durch das Lecken auf, warnen die Veterinärmediziner. Reine Hauskatzen seien ständig den Schadgasen ausgesetzt, während ihre Besitzer mehr oder weniger regelmäßig die Wohnung verlassen.

Quelle: ZZA 9/2002 Seite 26