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TierNatur
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Leishmaniose

Auch Katzen können betroffen sein

Nicht nur Hunde, auch Katzen können mit Leishmania-Parasiten infiziert sein. Laut Animal Health Care sollten Tierärzte eine solche Infektion in Betracht ziehen sollten, wenn Katzen mit geschwürigen und knotigen Hautveränderungen vorgestellt werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Tiere aus so genannten „Endemiegebieten“, wie zum Beispiel dem Mittelmeerraum, kommen. Veterinärmediziner von der Universität Pisa haben über einen entsprechende Krankheitsfall berichtet; der Erreger konnte außerdem bei weiteren Katzen in der Umgebung nachgewiesen werden. Berichte über Leishmaniose bei Katzen liegen auch aus Spanien und Südfrankreich vor. Da die Behandlung von Leishmaniosen bei Hunden und Katzen noch nicht ausreichend geklärt und mit einigen Risiken behaftet ist, kann nicht immer allen Tieren geholfen werden. Zudem wird von häufigen Rückfällen berichtet.

In den Endemiegebieten - gleichzeitig beliebte Urlaubsziele - fungieren Hunde und möglicherweise auch Katzen als Erreger-Wirt. In Deutschland selbst sind die Außentemperaturen für eine Übertragung in der Regel zu niedrig.

Aus Sicherheitsgründen sollten nicht nur Hunde, sondern auch Katzen aus dem Mittelmeerraum erst dann nach Deutschland eingeführt werden, wenn eine Infektion mit großer Sicherheit ausgeschlossen ist. In der Praxis wird dies wohl nur in den seltensten Fällen geschehen - schon allein, weil das Wissen um Leishmaniose nicht weit verbreitet ist. Der normale Urlauber, der einen Hund oder eine Katze aus Mitleid mit nach Deutschland nimmt - wie viele das jährlich sind, kann niemand sagen - lässt sich erfahrungsgemäß kaum von potentiellen Krankheiten abhalten und wird schon aus Zeitgründen keine Untersuchung auf Leishmaniose im Ursprungsland durchführen lassen. Hinzu kommt, dass gewöhnliche Blutuntersuchungen auf Antikörper häufig „falsch-negativ“ sind. Die Veterinäre in Pisa hatten zusätzlich zum Blut noch Gewebeproben unter dem Elektronenmikroskop untersucht.

Quelle: ZZA 2/2003 Seite 30