Heimtierhaltung fördert die Gesundheit
Mit über 22 Millionen Heimtieren hat Deutschland eine führende Stellung bei der Heimtierhaltung in Europa. Allerdings bleibt die Anzahl seit einigen Jahren relativ stabil. Der ZZF sieht die Gründe hierfür in einer dichten Besiedelung, strengen Hausordnungen und der gut gemeinten elterlichen Fürsorge, mögliche Allergierisiken von Kindern fernzuhalten.
Wie ZZF-Präsident Klaus Oechsner auf der Pressekonferenz der Heim-Tier&Pflanze in Berlin mitteilte, ist die Angst vor durch die Heimtierhaltung hervorgerufenen Allergien nach Auskunft von Fachleuten in vielen Fällen unbegründet. Neueste Studien - zum Beispiel von der Universität Göteborg, vom Medical College of Georgia und vom Henry Ford Health System in Detroit - weisen im Gegenteil darauf hin, dass das Allergierisiko bei Kindern durch den Kontakt zu Heimtieren sogar sinkt.
Eine sterile Wohnumgebung kann sich durchaus negativ auf die Entwicklung von bestimmten allergischen Erkrankungen auswirken. So berichtet Erika von Mutius von der Universitäts-Kinderklinik München von einer Studie mit über 1000 Kindern, die belegt, dass es in der Wohnung von asthmakranken Kindern weniger Endotoxin gab als in der Wohnung von gesunden Kindern. Endotoxin ist ein Zellwandbaustein von Bakterien, die in Staub und Schmutz existieren. Fachleute ziehen daraus den Schluss, dass eine frühe Konfrontation mit Bakterien das Abwehrsystem stimuliert und deshalb Kinder, die mit Hunden oder Katzen in der frühen Kindheit aufgewachsen sind, ein geringeres Allergierisiko haben.
Für die Heimtierhaltung ist nach Auskunft des ZZF entscheidend, dass die Tiere gut versorgt und termingerecht geimpft sind und die Behausung, die Futterstelle oder die Katzentoilette regelmäßig gesäubert werden. Dann könne sich das Zusammenleben mit Tieren positiv auf die psychische und körperliche Gesundheit des Menschen auswirken. Durch eine australische Studie wird sogar belegt, dass Hundehalter zu 8 Prozent und Katzenhalter zu 12 Prozent weniger häufig einen Arzt aufsuchen als Menschen ohne Tier. (as)
Quelle: ZZA 2/2003 Seite 30 |