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Heim - Tier & Pflanze Berlin 2004 Für die Heimtierhaltung ein überwältigender Erfolg
Zehn Tage lang - vom 16. bis 25. Januar 2004 - war die Halle 1.2 des Berliner Messegeländes mit mehr als 7.000 Heimtieren aus allen Kontinenten das Mekka für große und kleine Tierliebhaber. „Ein riesiges Interesse an der Heimtierhaltung“ konstatierte ZZF-Präsident Klaus Oechsner.
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Warum der ZZF mit eigenem Stand und sechsköpfiger Mannschaft auf der HTP vertreten ist, die von der Wirtschaftsgemeinschaft Zoologischer Fachbetriebe GmbH zusammen mit der Messe Berlin veranstaltet wird - diese Frage beantworteten auch in diesem Jahr die unzähligen Tierfreunde, die den ZZF als kompetenten Ansprechpartner für alle Fragen rund ums Tier während dieser beliebten Publikumsschau in Anspruch nahmen. Bei den vorbildlich eingerichteten Aquarien und Terrarien, die der Verband präsentierte, herrschte während der gesamten Veranstaltungsdauer lebhaftes Gedränge. „Der Besucheransturm war enorm“, so Klaus Oechsner, „die Heim-Tier & Pflanze hat sich zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Grünen Woche für Heimtierfreunde aus ganz Deutschland entwickelt. Unser Schülerprogramm stieß mit weit über 2.100 Schülern an seine Kapazitätsgrenze.“ Obendrein erreicht der ZZF mit seinem Anliegen, für die artgerechte Heimtierhaltung und den Zoofachhandel zu werben, ein enormes Medienecho, das sich so nur in Berlin erzielen lässt. Die Nachfrage nach Interviews mit dem ZZF-Präsidenten war ebenso überwältigend wie das Publikumsinteresse.
 | | Typisches Paradis für exotische Falter: das Schmetterlingshaus war eine der meist besuchtesten Attraktionen. |
Als eine der größten Publikumsattraktionen der Internationalen Grünen Woche nimmt die HTP einen festen Platz in der Gunst der Besucher ein. Wie aus der repräsentativen Befragung eines unabhängigen Marktforschungsinstitutes unter den Besuchern hervor geht, rangiert die HTP hinter der Internationalen Blumenhalle auf dem zweiten Platz in der Beliebtheitsskala. Über 200.000 Grüne Woche-Besucher wurden auf der HTP registriert. Dementsprechend zufrieden äußerten sich die 88 kommerziellen Aussteller, darunter Hersteller von Tiernahrung, Zubehör und Aquaristik sowie Zoofachhändler. Auch die 85 ideellen Vereine werteten in übereinstimmenden Aussagen ihren Messeauftritt als erfolgreich. „In erster Linie geht es mir hier um die Akquisition von Neukunden“, erklärte Christian Fels, Inhaber des Berliner Fachgeschäfts Fels-Aquaristik, der seit 1996 regelmäßig auf der HTP ausstellt. Als „wichtig für die Imagewerbung, um weiter erfolgreich auf dem Markt zu sein“, wertet Jörg Wendland den Auftritt von Zoo-Wendland.
 | | Stets „volles Haus“ beim Einrichtungswettbewerb für Aquarien, den die ZZF-Experten Klaus-Dieter Andersch, Reiner Kühn (Bildmitte und Bernd Silbermann leiteten. |
Hoch gelobt
Begeistert äußerten sich die Besucher über Angebot und Programm auf der HTP. Sie lobten vor allem die Informationsmöglichkeiten an den Ständen sowie die Sonderschauen der Heimtiervereine. Erfreulicherweise gelingt es in Berlin, alle Heimtierarten gleichermaßen kompetent vorzustellen, ob Hunde, Katzen, Kleinsäuger, Vögel, Reptilien oder Fische. Wohl auch deshalb nahmen über 91 Prozent aller Besucher einen „sehr guten“ und „guten“ Eindruck von der Publikumsschau mit. Sie äußerten sich sehr zufrieden über die Informationsmöglichkeiten zu Haltungsfragen ihrer eigenen Heimtiere oder hinsichtlich der geplanten Anschaffung.
Zu den Attraktionen auf der diesjährigen HTP gehörte zweifellos neben der wunderschönen Teichlandschaft mit Wassergeflügel und blühenden Pflanzen das Schmetterlingshaus, vor dessen Eingang sich regelmäßig Schlangen bildeten. Um das tropische Paradies mit Bananenstauden und Orangenbäumen und den rund 500 bunten Schmetterlingen nicht zu überlasten, durfte jeweils nur eine bestimmte Anzahl von Besuchern das Haus betreten. Die anderen drückten sich derweil die Nasen platt an den Fenstern.
 Besuchermagnet: Zoo-Wendland und seine Industriepartner zogen an allen Tagen die Besucher an. |  Kompetenter Ansprechpartner rund ums Heimmtier: der ZZF warb auf der HTP offensiv für den Zoofachhandel. |
Auch die emsigen Ameisen, die der Berliner Ameisenshop Antstore in etlichen Formicarien präsentierte, zogen viel Aufmerksamkeit auf sich. Wann und wo sonst bekommt man schon einmal einen so „hautnahen“ Einblick in das faszinierende Innenleben eines Ameisenvolkes? Dass Nemo und seine Freunde nach dem Kinofilm in Berlin live zu sehen waren, begeisterte Kinder und Erwachsenen gleichermaßen. Natürlich wurden die vertretenen Aquarianer viel nach Korallenfischen gefragt. Von diesem neu erwachten Interesse an Unterwasserwelten profitiert die gesamte Aquaristik. Dies ließ sich auch am ZZF-Stand registrieren. „Die Leute hätten unsere bepflanzten Biotopbecken am liebsten gleich alle mitgenommen“, amüsierten sich ZZF-Vizepräsident Klaus-Dieter Andersch und Aquaristik-Experte Bernd Silbermann. Silbermann, Inhaber des gleichnamigen Cichliden-Shops im saarländischen Lebach-Landsweiler, hatte es sich dieses Jahr nicht nehmen lassen, Andersch und Reiner Kühn (ZZF-Landesverbadsvorsitzender Baden-Württemberg) bei den Aquaristik-Seminaren im Rahmen des Schülerprogramms zu unterstützen und beim Aquaristik-Wettbewerb mitzuwirken. „Jederzeit wieder“, so sein Kommentar.
Run auf das Schülerprogramm
Der ZZF betreute im Verlauf der diesjährigen HTP nicht weniger als 2.183 Schüler aus 104 Schulen aller Altersstufen, die im Rahmen ihres Unterrichts aus Berlin, Brandenburg und weiteren Bundesländern die Messehallen unter dem Berliner Funkturm aufsuchten - und das trotz teilweise sehr winterlichen Wetters und schlechten Straßenverhältnissen. Die Seminare über artgerechte Heimtierhaltung und der Einrichtungswettbewerb für Aquarien sind wieder sehr gut angekommen. Ohne die Sponsoren des Einrichtungswettbewerbs wären die hohen Teilnehmerzahlen für den ZZF längst nicht mehr zu verkraften. Ausdrücklich bedankte sich Klaus Oechsner bei den Firmen Aquarium Dietzenbach, Dennerle, Dohse Aquaristik, Gong Verlag mit den Heimtier-Zeitschriften „Geliebte Katze“, „Partner Hund“ und „Ein Herz für Tiere“, Hagen, JBL, Juwel, Sera, Tetra und der Wasserpflanzengärtnerei Hans Barth Dessau für deren engagierte Unterstützung. Die Fachjury, bestehend aus den Aquaristik-Experten des ZZF und des Verbandes Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde (VDA), hatte es nicht leicht, aus der Vielzahl der liebevoll eingerichteten Aquarien die besten hinsichtlich ihrer artgerechten Gestaltung auszuwählen.
 So begeistert der ZZF den Nachwuchs für die Terraristik. |  Nemos Unterwasserwelt stieß auf große Nachfrage der HTP-Besucher. |
Da alle Schulklassen die von ihnen eingerichteten Aquarien mit in ihre Schule nehmen und dort weiter pflegen können, wird mit diesem Wettbewerb eine ideale Grundlage für ein erfolgreiches Hobby gelegt.
Die Heim - Tier & Pflanze 2005 findet vom 21. bis 30. Januar im Rahmen der Internationalen Grünen Woche Berlin statt. (aj)
| Abschied von einer langjährigen Partnerin |
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 | | Werden künftig mehr Zeit miteinander verbringen: die scheidende Projektorganisatorin der HTP, Margot Mierel und ihr Mann. |
Die diesjährige Heim-Tier & Pflanze war die letzte, die Margot Mierel als Projektorganisatorin betreute. Nun zieht sie sich in das Privatleben zurück. Über viele Jahre hinweg war sie die kompetente und stets kooperative Ansprechpartnerin sowohl für die Wirtschaftsgemeinschaft Zoologischer Fachbetriebe GmbH als Mitveranstalterin der HTP wie auch für die Aussteller. Als „Herz und Seele“ der HTP allseits geschätzt, wird man sie künftig wohl schmerzlich vermissen. Zoo-Wendland richtete Margot Mierel an seinem Stand eine nette Abschiedsparty aus, und alle, die der HTP verbunden sind, kamen um Adieu zu sagen. ZZF-Präsident Klaus Oechsner wünschte der „Jung-Pensionärin“ alles Gute für die Zukunft und bedankte sich für die langjährige gute, überaus fruchtbare Zusammenarbeit. An „ihre HTP“ wird Margot Mierel ein Fahrrad erinnern, das sie als Abschiedsgeschenk bekam. Damit kann sie an der Seite ihres Mannes die Regionen Deutschlands buchstäblich „erfahren“. Auch der zza wünscht an dieser Stelle: „Alles Gute, Frau Mierel!“
 | | Der Dienst ist vorbei, die Erinnerung bleibt: Zum Abschied gab’s das Dienstfahrrad der Messe Berlin für Margot Mierel. Rechts im Bild: Jörg Wendland von Zoo-Wendland. |
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| Stolze und glückliche Gewinner |
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So hoch wie in diesem Jahr war die Teilnehmerzahl am Einrichtungswettbewerb für Aquarien noch nie: 2.183 Schüler aus 104 Schulen aller Altersstufen nahmen daran teil. Aquaristk-Experten des ZZF und des VDA hatten es nicht leicht, unter der Vielzahl der liebevoll eingerichteten Aquarien die drei besten hinsichtlich ihrer artgerechten Gestaltung auszuwählen.
Den 1. Preis gewann die Storchenbrunnenschule Riesa, den 2. Preis die 7. Klasse der Realschule aus Herzberg und den 3. Preis die Bertold-Brecht-Schule aus Berlin-Spandau. Sie konnten neben ihrem Wettbewerbsbeitrag ein Schau-Aquarium mit in ihre Schulen nehmen. Der ideale Start für ein erfolgreich betriebenes Hobby!
 | | Jenny, Christopher und Jennifer (von links) gewannen den 1. Preis im Aquaristik-Wettbewerb. Im Hintergrund AG-Leiterin Petra Raulfuß. |
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| Treffen der Verbände |
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ZZF-Präsident Klaus Oechsner hatte es in der Januar-Ausgabe des zza angekündigt: „Wir werden die Kooperation mit Tierzuchtverbänden, wie dem VDA, dem DGHT, der EVZ und anderen, verstärken.“ Hintergrund sind die vielfach gemeinsamen Interessen und Berührungspunkte, insbesondere hinsichtlich des Artenschutzes und der artgerechten Haltung von Heimtieren. Dazu gehört auch die Förderung heimischer Nachzuchten und die Verhinderung von tier- und artenschutzrechtlich bedenklichen Tierpräsentationen auf Börsen. Die diesjährige Heim-Tier & Pflanze in Berlin bot eine ideale Plattform für ein Treffen der Verbandsspitzen, da alle Verbände auf der Publikumsschau direkt oder als Fachbesucher vertreten waren. Unter der Leitung von ZZF-Geschäftsführer Rolf-Dieter Gmeiner diskutierten die Repräsentanten von BDRG, DGHT, DKB, VDA, VZE und ZZF, wie gemeinsame Interessen und Ziele künftig besser kooperativ verfolgt und durchgesetzt werden können.
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 | | Unter der Leitung von ZZF-Geschäftsführer Rolf-Dieter Gmeiner diskutierten die Repräsentanten von BDRG, DGHT, DKB, VDA, VZE und ZZF Möglichkeiten der kooperativen Zusammenarbeit. |
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Quelle: ZZA 3/2004 Seite 38 |