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RC-Aktion „Helfer auf vier Pfoten“ weiter ausgebaut Hunde sind nicht überflüssig
Hunde sind gute Partner des Menschen und nützliche Mitglieder unserer Gesellschaft. Seit zwei Jahren tritt die von Royal Canin initiierte Aktion „Helfer auf vier Pfoten“ den Beweis dafür an, indem sie die Öffentlichkeit über Therapiehunde in der Medizin und Besuchshunde in Pädagogikprojekten informiert. Nun ist ein weiterer Typ Helferhund in die Aktion aufgenommen - der Rettungshund.
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Am 4. Mai stellte die Aktion in Wiesbaden ganz besondere „Helfer auf vier Pfoten“ vor. Die Rettungshunde der Feuerwehr Wiesbaden, durch deren Arbeit schon viele unter Trümmern verschüttete Menschen, aber auch im Gelände verirrte Kinder, gefunden und gerettet werden konnten. Die Rettungshunde-Staffel Feuerwehr Wiesbaden ist eine der dienstältesten und der renommiertesten Rettungshunde-Staffeln in Deutschland. Ihre besondere Professionalität erhält sie durch die direkte Einbindung in die Feuerwehr-Organisation. 30 Hunde gehören zur Staffel. Neun Hunde sind fertig ausgebildet, tragen das Prädikat „Rettungshund der Gefahrenabwehr“ und kommen auch zum Einsatz. 21 Hunde befinden sich in der Ausbildung.
 | | Stefan Walter, Staffelleiter der Rettungshundestaffel Feuerwehr Wiesbaden. |
Rettungshunde sind besonders gut qualifizierte und speziell trainierte Hunde. Sie werden von professionellen Hilfsorganisationen eingesetzt, um bei Noteinsätzen, Rettungsaktionen und in Katastrophenfällen Menschenleben zu retten. Dies gelingt ihnen, indem sie schnell und sicher den Rettungskräften anzeigen, wo sich Menschen befinden: unter Trümmern, hinter verschlossenen Türen, in unübersichtlichem Gelände oder in Waldstücken. Rettungshunde sind unverzichtbar - selbst im Zeitalter der Hightech-Computer und Marssonden, denn die Hundenase kann Signale sogar in solchen Situationen aufnehmen und verarbeiten, in denen kein technisches Gerät arbeitsfähig wäre.
Weder Spaß noch Sport
„Der Ernstfall, auf den wir den Rettungshund vorbereiten, ist der Katastrophenfall“, erklärt Stefan Walter, Leiter der Rettungshunde-Staffel der Feuerwehr Wiesbaden. „Das kann eine Brandstelle sein, ein eingestürztes Gebäude oder der Ort einer Explosion. Obwohl jede Situation anders ist, ist eines überall gleich: Jedes Mal herrscht Hektik, Unruhe, Lärm, oft ist die Gefahrenstelle schwer zugänglich. Technische Ortungsgeräte können entweder gar nicht angeliefert werden oder ihr Einsatz setzt eine Ruhe voraus, die nicht herzustellen ist.“ Aufgabe der Rettungshunde ist es, den Einsatzkräften zu helfen, Menschen schnell aus dem Gefahrenbereich zu entfernen. Die vor Ort eingesetzten Rettungshunde müssen also die Belas-tungen der aufgeregten Atmosphäre aushalten und eindeutig und sicher erkennen können, ob sich z. B. unter Trümmern noch Menschen befinden.
„Was wir mit dem Rettungshund machen, ist kein Spaß und kein Sport, sondern der ernsteste aller Ernstfälle überhaupt: Wir müssen Menschenleben retten“, betont Stefan Walter. „Dabei ist der Hund ein hervorragender Helfer - aber natürlich nur, wenn wir uns hundertprozentig auf ihn verlassen können. Und damit wir das können, müssen wir ihn qualifizieren, d.h. ausbilden, ihn permanent trainieren, als Team eine Einheit mit ihm bilden.“
Nicht jeder Hund ist ein potenzieller Rettungshund. Aber es soll ja auch nicht jeder Vierbeiner ein Rettungs-Profi werden. Doch Rettungshunde zeigen zweierlei: Erstens demonstrieren sie, welche Potenziale in allen Hunden stecken. Hunde können lernen, haben Spaß am Training, bilden gern ein Team mit Herrchen oder Frauchen. Ihre Intelligenz sollte gefördert und ihre Fähigkeiten trainiert werden. Um das Team Mensch-Hund zu einer attraktiven Einheit zu machen. Und zweitens beweisen Rettungshunde ganz eindeutig: Hunde sind nicht überflüssig. Sie sind notwendig.
„Die Aktion „Helfer auf vier Pfoten“ wird ab jetzt regelmäßig über Rettungshunde, ihre Arbeit, ihre Ausbildung und ihre Einsätze berichten“, sagte Dr. Christian Schünemann, Geschäftsführer Royal Canin Deutschland in Wiesbaden. Der Futtermittelhersteller hatte die Aktion „Helfer auf vier Pfoten“ vor zwei Jahren initiiert. „Die Rettungshunde verdienen mehr Bekanntheit“, erklärte Schünemann. „Sie stellen eine wichtige Säule des Rettungswesens dar. Und wer könnte die zentrale Botschaft der Aktion ‚Helfer auf vier Pfoten’, dass Hunde ein wertvoller Teil unserer Gesellschaft sind, überzeugender nach außen vertreten als Rettungshunde?“
In Deutschland gibt es rund 315 Rettungshunde-Staffeln, in denen 1.500 bis 2.000 Rettungshunde „arbeiten“. „Diese Hunde sind hervorragend ausgebildet und ihre Besitzer zeigen ein großes Engagement, das uns allen nützt, denn es gibt uns Sicherheit und sorgt dafür, dass viele Notfälle ein gutes Ende nehmen“, so Schünemann abschließend. (Pr/sg)
Quelle: ZZA 6/2004 Seite 58 |