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Tierschutzwidrig: Goldfischkugel in der Werbung

Tiere sind in der Werbung überaus beliebt. Doch nicht nur Hund, Katze oder Maus werden als effektvoller Blickfang auf Plakaten, Anzeigen oder in Fernsehspots genutzt, sondern immer wieder auch die Goldfischkugel. Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) hat in einem Brief unter anderem an Deutschlands größte Werbeagenturen auf die Tierschutzwidrigkeit des Kugelglases für Fische hingewiesen und dazu aufgerufen, dieses Motiv nicht mehr zu verwenden.

Gegen die Goldfischgläser sprechen die geringe Wasseroberfläche im Verhältnis zum Wasservolumen (mangelhafter Gasaustausch), die formbedingte starke Erhitzung des Wassers bei Sonneneinstrahlung, irritierende Licht- und Schallreflektionen und die fehlende Rückzugsmöglichkeit für die Fische. Außerdem läßt sich in den Kugeln die erforderliche Aquarientechnik nicht einsetzen. Seit einigen Jahren bemühen sich Hersteller, Handel, Tierärzte, Behörden, Tierschützer und Aquarianer gemeinsam, diesen ungeeigneten Aquariumsersatz zunächst aus den Sortimenten und schließlich möglichst aus der Erinnerung der Verbraucher zu eliminieren. Im Internet werden die Goldfischgläser leider immer noch als Aquarien angeboten. Mit einem Verzicht auf die Abbildung des Goldfischglases könnten Werbeagenturen jedoch mit dazu beitragen, daß das Fischglas endgültig in Vergessenheit gerät und eine artgerechte Zierfischhaltung gefördert wird.

Werbeverantwortlichen und Kreativen steht der ZZF unter Telefon 06103/9107-0 für Fragen zur Goldfischkugel oder zur Verwendung von anderen Zubehör- oder Heimtiermotiven in der Werbung zur Verfügung. Weitere Informationen: www.zzf.de

Quelle: ZZA 9/2004 Seite 12