Heimtiere halten fit
Wer ein Heimtier hält, lebt gesünder und geht seltener zum Arzt. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „The relationship between pet ownership and health outcomes“, die auf Grundlage der Daten des vom Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin in Zusammenarbeit mit Infratest Sozialforschung erhobenen deutschen Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) erstellt wurde.
Für die Studie verglichen die Wissenschaftler Bruce Headey (Melbourne) und Markus Grabka vom DIW Berlin Daten der Jahre 1996 und 2001. Im Vergleich zu 1996 lag im Jahr 2001 die Zahl der Arztbesuche bei Menschen ohne Heimtiere im Haushalt um 18 Prozent höher als bei Heimtierhaltern. In der Gruppe der Heimtierbesitzer blieb die Zahl der Arztbesuche in diesen fünf Jahren praktisch konstant (2,8 in 1996 und 2,7 in 2001). Bei den Befragten ohne Heimtiere stieg hingegen die Zahl der Arztbesuche im gleichen Zeitraum signifikant von 3 auf 3,2. Nach der Analyse der Wissenschaftler beeinflußt auch die Dauer des Tierbesitzes die Gesundheit. Offensichtlich profitieren vor allem jene von den positiven Wirkungen der Heimtierhaltung, die ihr Tier länger als fünf Jahre besitzen. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten SOEP werden seit 1984 jedes Jahr Daten über die Bevölkerung in Deutschland erhoben. Das Besondere ist, daß möglichst immer wieder dieselben Personen befragt werden, so daß man anhand einer großen Bandbreite von Fragen die Veränderungen in den Lebensverhältnissen der einzelnen Menschen und Haushalte über die Zeit beobachten kann.
http://www.diw.de
Quelle: ZZA 11/2004 Seite 8 |