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Zoo Gernens, Hamburg Der „kleine Filialist“ an der Elbe
1985 stand Harald Gernens vor einer folgenschweren Entscheidung: Entweder ein Delikatessengeschäft zu eröffnen oder ein Zoofachgeschäft zu übernehmen. Der gelernte Koch entschied sich für die lebenden Tiere. Heute betreibt er in Hamburg drei Zoofachgeschäfte und einen Großhandel.
 | | Das gefällt den Kunden: Die zahme und zutrauliche Gelbwangen-Amazone auf ihrem Freisitz gehört sozusagen zum Inventar. |
Harald Gernens ist Diskusliebhaber und -züchter. Prächtige Diskusfische haben sein Stammgeschäft in der Griesstraße über die Grenzen von Hamburg hinaus bekannt gemacht; Kunden kommen wegen der Fische aus einem Einzugsgebiet von 40 bis 50 km. Um in seinem eigenen Heimtiermarkt sowie für andere Fachgeschäfte ständig interessante Diskusvarietäten anbieten zu können, brachte Gernens seine Erfahrungen in einen Großhandel mit Zierfischen und deutschen Diskus-Nachzuchten ein. Außerdem hat er sich auf den Verkauf von Heu für die Kleintiernahrung spezialisiert, das in verschiedenen Sorten für die Fachgeschäftskunden abgepackt und als Eigenmarke mit deren Firmenlogo versehen wird. Gernens drei Zoofachgeschäfte bieten jeweils ein Vollsortiment zuzüglich Aquaristik, Vögel, Nager und Kaninchen. Die Spezialisierung auf Diskusfische ist dem Stammgeschäft in der Griesstraße vorbehalten, während in den beiden Filialen Vögel und Kleinsäuger die Schwerpunkte bilden. Hier können sich die Kunden ihre Futtermittel auch aus offenen Verkaufsboxen selbst abfüllen.
 | | Der Heimtiermarkt Gernens befindet sich seit 1994 in einer ehemaligen Postfiliale. |
Vor zehn Jahren die erste Filiale
Von der Eröffnung des ersten Geschäftes bis zur Übernahme des zweiten vergingen zehn Jahre, in denen Harald Gernens den Heimtiermarkt in der Griesstraße (Hamburg-Hamm) auf- und ausbaute. Unter anderem nutzte er die Chance, das Geschäft in die größeren Räumlichkeiten des Nebenhauses zu verlagern und dadurch die Verkaufsfläche auf 150 qm zu erweitern. Seit 1994 betreibt er hier den Heimtiermarkt Gernens mit dem erfolgreichen Spezialgebiet Diskusfische. 1995 wurde ihm angeboten, das 150 qm große City Zoogeschäft in der Fußgängerzone von Hamburg-Harburg zu übernehmen. Diese Filiale liegt rund 20 km vom Hauptgeschäft entfernt im Süden von Hamburg, bedient also ein zusätzliches Einzugsgebiet. Gernens griff zu - auch unter dem Aspekt „Wenn ich es nicht mache, macht’s ein anderer“.
 | | Harald Gernens: für die Diskusfische ist er über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannt. |
2002 folgte die Eröffnung des Zooshops im Einkaufscenter Horner Rennbahn mit einer Verkaufsfläche von 120 qm. Der Zooshop liegt etwa drei Kilometer vom Hauptstandort entfernt.
Das Hauptgeschäft ist unter der Woche von 9.00 bis 13.00 Uhr und von 14.00 bis 18.00 Uhr geöffnet, samstags von 9.00 bis 13.00 Uhr. Die Filialen sind montags bis freitags durchgehend von 9.00 bis 18.30 Uhr geöffnet, samstags bis 15.00 Uhr.
Neben dem Komplettsortiment werden den Kunden in allen Gernens-Betrieben umfangreiche Serviceleistungen geboten, wie zum Beispiel Anlieferung der Ware im näheren Umkreis, Urlaubspflege von Kleintieren, Krallenschneiden, Wassertest, Anlieferung von Aquarien und ein intensiver Pflegeservice. Beim Verkauf von Tieren wird zusätzlich zum Heimtierkaufvertrag auch ein Pflegevertrag für die Urlaubspflege angeboten, der sehr gerne genutzt wird. Insgesamt schätzen die Kunden die fachkompetente Beratung, das Entgegenkommen bei Problemen und daß Bestellwünsche schnellstmöglich ausgeführt werden.
 Auf 150 qm bietet der Heimtiermarkt zusätzlich zur Diskus-Spezialabteilung ein Komplettprogramm. |  Die Kassenzone wird für Impulsartikel wie Belohnungsfutter und beratungsintensive Pflegeprodukte genutzt. |
Die Zusammenarbeit mit den Lieferanten bezeichnet Harald Gernens als weitgehend problemlos: „Die Geschäftsbeziehungen sind im Lauf der Jahre gewachsen, ich bevorzuge Lieferanten mit Service“. (aj)
Quelle: ZZA 3/2005 Seite 36 |