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Tierschutz-Forschungspreis Hessen

Hessen schreibt als erstes Bundesland einen Forschungspreis für Verbesserungen des Tierschutzes bei der Verwendung von Tieren in der wissenschaftlichen Forschung, Lehre und biomedizinischen Produktion aus. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis soll dazu beitragen, die Anzahl und das Leiden von Versuchstieren in der wissenschaftlichen Forschung und Lehre sowie der Herstellung biomedizinischer Produkte zu verringern. Der Preis soll ab diesem Jahr jährlich vergeben werden. Damit wird neben dem Hessischen Tierschutzpreis nunmehr ein zweiter Preis zur Förderung und Würdigung von besonderen Leistungen zur Verbesserung des Tierschutzes in Hessen ausgelobt.

Nach der offiziellen Versuchstierstatistik wurden 2003 bundesweit ca. 2,1 Millionen Tiere zu wissenschaftlichen Zwecken eingesetzt, davon in Hessen ca. 247.000. Die am häufigsten verwendeten Versuchstiere sind Mäuse, Ratten und Kaninchen. Mit dem Preis sollen wissenschaftliche Arbeiten von in Hessen tätigen Personen oder Einrichtungen ausgezeichnet werden, die einen besonderen Beitrag zur Vermeidung oder Verminderung von Tierversuchen oder ähnlichen Eingriffen oder Behandlungen leisten oder zu einer deutlichen Verminderung von Schmerzen oder Leiden der verwendeten Tiere führen können. In Frage kommen Beiträgen aus der wissenschaftlichen Forschung und Lehre wie auch der Herstellung biomedizinischer Produkte, wie z.B. Impfstoffe oder Antikörper, die aus lebenden Tieren gewonnen werden. Über die Preisvergabe entscheidet eine sechsköpfige Jury, der die Landesbeauftragte für Tierschutz, Madeleine Martin, sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Hochschule und Industrie, Behörden und Tierschutzorganisationen angehören.

Quelle: ZZA 7/2005 Seite 9