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Molche im Aquarium/Terrarium Zu Hause zwischen Wasser und Land
Molche gehören zu den echten Amphibien, deren Leben im allgemeinen einen zweiphasigen Zyklus durchläuft und sich zwischen Wasser und Land abspielt. Für die Haltung werden - je nach Art - Aquarium und Terrarium oder ein Aqua-Terrarium benötigt.
 | | Bunter Warzenmolch im Landteil des Aqua-Terrariums. |
Bis auf rein aquatil lebende Arten wie dem Axolotl lassen sich die meisten Molche am besten in einem Aqua-Terrarium bzw. Paludarium halten. Die Tiere können dann je nach Lebensphase selbständig zwischen Wasser und Land wechseln. Viele Molch-Halter scheuen aber auch nicht den Aufwand, den Tieren mit einem Aquarium und einem Terrarium wechselnde Lebensräume zur Verfügung zu stellen. Der vom ZZF als „Heimtier des Monats“ vorgestellte Bunte Warzenmolch Paramesotriton fuzhongensis (siehe Seite 50) kann ebenso wie andere asiatische Wassermolche der Gattung Paramesotriton entweder ganzjährig in einem Aquarium oder in einem Aqua-Terrarium gehalten werden. Bei der Haltung im Aquarium sind Ausstiegsmöglichkeiten aus dem Wasser z.B. durch Steinaufbauten einzuplanen.
Den Jahreswechsel und damit die Lebensweise im Wasser oder an Land sowie die Paarungsbereitschaft bestimmen Licht und Temperatur. Die meisten Molch-Arten lassen sich im Frühjahr/Sommer bei Temperaturen zwischen 10 und 25° Grad halten, im Herbst/Winter zwischen 5 und 15°C. Für viele Schwanzlurche gelten Temperaturen zwischen 15 und 20° als am besten geeignet. Der Standort des Beckens sollte sich also nicht in Räumen befinden, die sich im Sommer zu stark aufheizen. Der kühle Standort und ausreichende Luftfeuchtigkeit im Landteil gilt als eine der Hauptvoraussetzungen für die erfolgreiche Haltung von Molchen. Etliche Arten pflanzen sich nur nach einer Überwinterung fort.
Einrichtung des Aqua-Terrariums
Asiatische Wassermolche, die zwischen 14 und 17 cm lang werden, brauchen als Mindestgröße ein Becken mit den Maßen 60 x 30 x 30 cm. Ein größeres Becken ist empfehlenswert, insbesondere dann, wenn es als Aqua-Terrarium für die ganzjährige Unterbringung eingerichtet ist. Die Arbeitsgemeinschaft Urodela der DGHT empfiehlt folgende Faustformel als Anhaltspunkt zur Beckenberechnung für erwachsene Tiere:
Gesamtlänge des Tieres (in cm x 0,01) - Grundfläche des Beckens für zwei Tiere (in qm). Die Höhe sollte ein Drittel bis die Hälfte der Länge des Beckens betragen; bei baumbewohnenden Tieren entsprechend mehr.
Um eine gute Belüftung im Becken sicherzustellen, wird die Abdeckung mit einem Belüftungsgitter bzw. mit Gaze empfohlen. Die Abdeckung ist unbedingt erforderlich, da die Tiere selbst an Glasscheiben senkrecht emporklettern können.
Schwanzlurche haben eine empfindliche Haut und vertragen in der Regel kein direktes Sonnenlicht. Eine künstliche Lichtquelle darf außerdem keine zusätzliche Heizung darstellen, weil sich das Becken sonst zu sehr aufheizen würde. Vorzugsweise kommen Lichtquellen zum Einsatz, die über eine Zeitschaltuhr gesteuert werden und die natürlichen Tages- und Nachtrhythmen im Jahresverlauf nachahmen.
Ein Drittel des Beckens wird als Land- und zwei Drittel als Wasserteilen eingerichtet. Auch ein Verhältnis von 50:50 für Land und Wasser sind möglich. Die Abtrennung erfolgt entweder durch eine Glasscheibe oder durch Steinaufbauten.
Als Bodengrund empfiehlt sich Aquarienkies (runde Steine wegen der Verletzungsgefahr). Steinaufbauten, die den Tieren Verstecke bieten und ihnen gleichzeitig die Möglichkeiten geben, das Wasser zu verlassen, gehören in den Wasserteil. Als Pflanzen für den Wasserteil werden Hornkraut und Wasserpest empfohlen. Eine kleine Filteranlage sorgt dafür, daß das Wasser sauber bleibt.
Der Landteil kann mit geeigneten Zwerg-Farnen und Javamoos gestaltet werden, hinzu kommen Mangrovenwurzeln, Dekosteine und Höhlen (z.B. aus Rinde). Der Bodengrund sollte stets feucht gehalten werden, damit sich in den Verstecken genügend Luftfeuchtigkeit bilden kann. (vg)
Quelle: ZZA 7/2005 Seite 41 |