Urlauber tragen zum Artentod bei
Die meisten Urlauber, die getrocknete Seepferdchen und Seesterne oder leere Muscheln kaufen, machen sich wenig Gedanken darüber, daß sie durch ihr Kaufverhalten zum Artensterben beitragen. Die Versicherung vieler Souvenir-Händler, daß es sich um Todfunde handele, ist in den meisten Fällen falsch. Laut der Tierschutzorganisation Tasso werden gerade vor Beginn der Urlaubssaison solche Tiere in großer Zahl getötet, um sie als Souvenir anbieten zu können. Tasso warnt zugleich davor, den Versicherungen der Verkäufer Glauben zu schenken, daß der Kauf solcher Souvenirs, die von geschützten Arten stammen, erlaubt sei. Teilweise angebotene Ausfuhrgenehmigungen seien oftmals das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind. Mehr als 8.000 Tierarten und 40.000 Pflanzen fallen zur Zeit unter das Washingtoner Artenschutzabkommen; wer mit geschützten Tier- und Pflanzenarten - tot oder lebend - am Zoll erwischt wird, dem drohen Bußgelder bis zu 50.000 Euro oder sogar Haftstrafen.
Quelle: ZZA 9/2005 Seite 47 |