Umgang mit Hunden verbessert Sozialverhalten von Straftätern
 | | Für sozial vernachlässigte Kinder und Jugendliche stellt der Kontakt zu Hunden oft die erste Erfahrung mit bedingungsloser Liebe dar. |
Hunden und jugendlichen Straftätern gleichermaßen hilft das Projekt Pooch im US-Bundesstaat Oregon. Die männlichen Insassen der Jugendstrafanstalt Mac Laren sollen Tierheimhunden mittels positiver Verstärkung und ohne Zwang oder Gewalt Gehorsam beibringen und sie so für eine Adoption als Familienhunde vorbereiten. Bei Nichtvermittlung innerhalb eines bestimmten Zeitraums droht den Tierheimhunden die Euthanasie. Wie die Wissenschaftlerin Sandra Merriam-Arduini von der Pepperdine University in Kalifornien über mehrere Jahre beobachtete, trat auch bei den Jugendlichen eine deutliche Verhaltensverbesserung in der Arbeit mit den Hunden auf: mehr Respekt vor Autoritäten, mehr soziale Integration und besseres Führungsverhalten. Die Jugendlichen selbst gaben an, dass der Umgang mit den Hunden sie mehr Ehrlichkeit, Mitgefühl, Selbstbewußtsein und Stolz gelehrt habe. Für einige von ihnen, so die Initiatoren des Projekts Pooch, sei dies „die erste Erfahrung mit bedingungsloser Liebe“ gewesen. Bisher sei noch keiner der am Pooch-Projekt beteiligten Jugendlichen wieder rückfällig geworden. http://www.pooch.org
Quelle: ZZA 1/2006 Seite 58 |