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Mehr Respekt! Tierschutz in Zeiten der Vogelgrippe

Mit der aktuellen „Respekt“-Kampagne macht sich der Deutsche Tierschutzbund angesichts der Vogelgrippe für Katzen als Gefährten des Menschen stark.

Mit der Kampagne „Respekt“ macht sich der Deutsche Tierschutzbund für Katzen als Gefährten des Menschen stark. Wie eine aktuelle Blitzumfrage des Verbandes in den Tierheimen ergab, ist dort die Lage wegen der Verunsicherung der Bürger über die Vogelgrippe derzeit angespannt. Viele der über 700 Mitgliedsvereine mit mehr als 500 vereinseigenen Tierheimen berichteten von vermehrten Tierabgaben aus unbegründeter Angst vor der Vogelgrippe. Immer häufiger gehen besorgte Anrufe von Tierfreunden zu diesem Tierheim beim Tierschutzbund und den ihm angeschlossenen Vereinen ein. Gleichzeitig gehen die Tiervermittlungen, besonders von Katzen, weiter zurück.

Erneut stellte der Deutsche Tierschutzbund klar: Die Funde von mit H5N1 infizierten Katzen bedeutet nicht, dass nun alle Haustiere oder auch Wildtiere potenzielle Virusträger und damit gefährlich sind. Bisher wurde noch nie ein Fall nachgewiesen, bei dem sich ein Mensch an einem Säugetier mit H5N1 infiziert hätte. Die Tierschutzorganisation rät deshalb zu weniger Panik und mehr Sachlichkeit in der Tierschutzpolitik.

Die Vogelgrippe, wie schon BSE, MKS oder die Schweinepest, sollte laut DTB-Präsident Wolfgang Apel deshalb erneut Anlass sein, über die Zukunft der Landwirtschaft nachzudenken. Wann, wenn nicht jetzt?“, so Apel. Ziel könne nicht sein, dass im Zuge der Vogelgrippe in einigen Bundesländern nun erneut auf die Käfighaltung von Legehennen gesetzt wird, die ab 2007 gesetzlich verboten ist. Stattdessen sollten sich deren Landwirtschaftsminister für tiergerechte Alternativen bei der Haltung von landwirtschaftlichen Nutztieren stark machen.

Quelle: ZZA 4/2006 Seite 12