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TierNatur
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Dornfinger: Kein Grund zur Hysterie

Eine kleine, aus dem Mittelmeerraum nach Österreich und Deutschland eingewanderte Giftspinne sorgt für Schlagzeilen. In Österreich hatten Zeitungsberichten zufolge Hunderte von besorgten Bürgern die Notaufnahmen von Krankenhäusern gestürmt, weil sie von der Dornfinger-Spinne gebissen zu sein glaubten. Allerdings zeigten nur wenige Patienten entsprechende Symptome. Immerhin sah sich die österreichische Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat veranlasst, ihre Landsleute zu beruhigen. Tödlich sei ein Biss nicht, es bestehe kein Grund zur Panik. Auch in Bayern und Brandenburg wurde die Spinne gesichtet.

Der Dornfinger (Cheiracanthium punctorium) gehört zur Familie der Sackspinnen, ist etwa 150 mm groß und stammt aus dem Mittelmeerraum. Der Klimawandel mit steigenden Temperaturen führt dazu, dass er auch in nördlichen Gefilden überlebensfähig ist. Der Biss sei in etwa mit einem Wespenstich vergleichbar. Allerdings können Brechreiz, Schwindelgefühl und Kreislaufbeschwerden auftreten.

Der Dornfinger steht auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten, darf also nicht im Terrarium gehalten werden.

Quelle: ZZA 11/2006 Seite 37