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Branchenbericht
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Zoo-Bross, Offenburg-Albersbösch

Züchter und Zoofachhändler

Seit frühester Jugend züchtet Helmut Bross Meerschweinchen, Hamster und Vögel, heute auch Mäuse. Als der Bäckermeister wegen einer Mehlallergie seinen Beruf nicht mehr ausüben konnte, übernahm er 1979 ein Zoofachgeschäft. Mit exzellenter Beratung und gutem Service setzt er sich am Markt durch.

Aquaristik ist eines der Standbeine von Zoo-Bross, und Hunde sind natürlich jederzeit gern im Geschäft gesehen.

Etliche Mitbewerber hat Helmut Bross in den vergangenen Jahren schon schließen sehen. Mit seinem ersten Zoofachgeschäft hätte es auch ihn treffen können, doch Flexibilität ist eine seiner Stärken. „Durch Zufall las ich in einem Zeitungsinserat von einem gut gehenden Zoofachgeschäft in der Nähe von Baden-Baden, das zu verkaufen war“, erzählt Bross von seinen Anfängen. „Da ich 1979 auf der Suche nach einer beruflichen Alternative war und durch meine Zucht mit dem Heimtiermarkt vertraut war, sah ich mir das Geschäft an, fand es Erfolg versprechend und übernahm es.“ Die Freude daran währte nicht lange: „Es stellte sich bald heraus, dass dieses Geschäft in punkto Umsatz keinerlei Perspektiven bot.“ Doch da Bross den einmal eingeschlagenen Weg als Zoofachhändler weiter gehen wollte, sah er sich nach einem neuen Ladenlokal um. So begann er 1982 in Offenburg neu. Hier standen ihm zunächst 80 qm Verkaufsfläche zur Verfügung, die er jedoch geschickt nutzte, um sich einen treuen Kundenstamm aufzubauen. Als sich die Möglichkeit ergab, das Geschäft in ein auf der anderen Straßenseite gelegenes Einkaufszentrum zu verlagern, zögerte Helmut Bross nicht lange. Eine gute Kundenfrequenz, ausreichend Parkplätze und eine mit 270 qm wesentlich größere Verkaufsfläche sind der Lohn für seine Bereitschaft zur Veränderung.


Helmut Bross betreibt sein Zoofachgeschäft in einem Einkaufszentrum in der Offenburger Innenstadt.

Mit dem Team und einer erstklassigen Beratung besser zu sein als die Mitbewerber, so lautet die Devise von Zoo-Bross.

Vorteile ergaben sich auch dadurch, dass aufgrund der Nähe zum vorigen Standort der Kundenstamm erhalten blieb und das Vollsortiment in den Bereichen Aquaristik, Terraristik, Nager, Vögel, Hund und Katze ausgebaut werden konnte. Obendrein entdeckte Bross mit der professionellen Hundepflege eine Marktnische und gliederte dem Geschäft einen Hundesalon an. In der Offenburger Stadtrandlage hat er sich so eine starke Basis geschaffen. Nicht, dass es keine Mitbewerber gäbe, doch: „Wir versuchen, mit dem Team und einer erstklassigen Beratung und einem guten Angebot besser zu sein“, so Bross, der zwei Vollzeitangestellte beschäftigt.

Kompetenz des Züchters

Besser zu sein, bedeutet für Zoo-Bross in erster Linie Beratung und Service. „Das ist unser A und O und wird auch entsprechend umgesetzt“. Aktiv umgesetzt, denn Beratung und Service versprechen andere auch. So wird in der Beratung alles daran gesetzt, die Wünsche der Kunden zu ermitteln und in möglichst maßgeschneiderte Lösungen münden zu lassen. „Ein Produkt aus einem Regal nehmen können sie woanders auch, deshalb sehen wir es als unsere Aufgabe an herauszufinden, ob ein Kunde mit dem gewünschten Artikel auch wirklich gut beraten ist oder nicht vielleicht etwas ganz anderes braucht.“ Die Beratungs- und Servicekompetenz wird durch das gut eingeführte Royal Canin Kompetenz-Center untermauert, das von den Kunden sehr gut angenommen wird. Ein weiterer Pluspunkt ist Helmut Bross’ Eigenschaft als Züchter von Vögeln (seine Lebensgefährtin züchtet Zwergkaninchen), die ihm zusätzliche Kompetenz verleiht. Er kann seinen Kunden auf diese Weise gesunde Tiere garantieren und ist nicht auf den Ankauf angewiesen, was der Spanne zugute kommt.


Auch die Terraristik mit Lebendtierbereich gehört zum Angebot des Offenburger Zoofachgeschäftes.

Als Hobbyzüchter teilt Helmut Bross das Faible seiner Kunden für die Tiere - das lassen die Tierverkaufsanlagen erkennen.

Als „heute selbstverständlichen Service“ bezeichnet Bross die Haus-zuHaus-Lieferung im Umkreis ab einem bestimmten Einkaufsbetrag sowie die Einrichtung und Pflege von Aquarien. Mit der Betreuung von Urlaubstieren (Vögel, Reptilien, Nager) bietet er vielen Kunden eine echte Problemlösung. „Sein Tier im Bedarfsfall gut untergebracht zu wissen, ist Heimtierhaltern wichtig und kann Voraussetzung für die Anschaffung sein“, weiß Helmut Bross. Sein Geschäft lebt im Wesentlichen von Stammkunden, die aus einem Umkreis von 30 bis 50 km kommen.

Während viele Zoofachhändler mit vergleichbarer Kundenstruktur meinen auf Werbung verzichten zu können, macht Zoo-Bross in der regionalen Tageszeitung monatlich auf bestimmte Saisonartikel aufmerksam und schaltet zusätzlich Radiowerbung im Regionalsender: „Auch bei seinen Stammkunden muss man sich öfter mal in Erinnerung bringen“, findet Bross. Zoo-Bross ist montags bis freitags von 8.00 bis 12.30 und von 13.30 bis 18.00, samstags bis 13.00 Uhr für seine Kunden da.

Mit seinen Stammlieferanten ist Helmut Bross im Wesentlichen zufrieden, größere Probleme habe er nicht. Offen spricht er allerdings das an, was ihn wie die meisten seiner Kollegen umtreibt: Generell sollten sich die Lieferanten Gedanken darüber machen, ob sie ihre guten Kunden nicht ein wenig mehr fördern könnten, indem sie ihre Konditionen überarbeiteten. „Feste Lieferbeziehungen werden eher vernachlässigt, während Neukunden mit Rabatten und Ähnlichem überschüttet werden, das ist nicht in Ordnung“, so Bross. (aj)

Quelle: ZZA 5/2007 Seite 24