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TierNatur
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Leishmaniose in Deutschland

Bisher galt die Leishmaniose beim Hund als eine reine Reise und Importkrankheit. Wie die „Tierärztliche Umschau“ in ihrer September-Ausgabe berichtet, wurden jedoch inzwischen zwei Arten Sandmücken der Gattung Phlebotomus in Deutschland nachgewiesen (Ph. pernicios und PH. mascittii). Zumindest Ph. pernicios ist ein gesicherter Überträger der Leishmaniose.

Wie Dr. rer. nat. Torsten J. Naucke (Institut für Medi­zinische Mikrobiologie, Immu­nologie und Parasitologie der Universität Bonn) in dem Beitrag der „Tierärztlichen ­Umschau“ schreibt, würden ­aktuelle Klimadaten zeigen, dass ein für Sandmücken geeignetes Klima mit mediterranem Charakter (Jahresdurchschnittstemperaturen von über 10°C) heute schon in vielen Regionen Deutschlands erreicht bzw. überschritten wird. Es sei ­deshalb anzunehmen, dass Sandmücken in Deutschland wesentlich weiter verbreitet sind als bisherige Untersu­chungen zeigen, die sich auf das südliche Baden-Württemberg beschränken.

Seit 1991 habe es elf Leishmaniose-Fälle gegeben, bei denen nachgewiesen oder vermutet wird, dass sie nicht durch eine Ansteckung in südlichen ­Ländern, sondern hierzulande erfolgt sind. Das Risiko der ­Ansteckung sei für Hunde in Deutschland nach wie vor ­gering. Dagegen nimmt die Zahl der Hunde, die sich im Urlaub infiziert haben bzw. infiziert ­importiert wurden, rasant zu. Grundsätzlich wollte der Prophylaxe höhere Bedeutung zugemessen werden.

Quelle: ZZA 10/2007 Seite 33