Allgemeine Kennzeichnungspflicht
„Wir fordern schon lange eine grundsätzliche Kennzeichnungspflicht, um das Tierschutzproblem in Deutschland in den Griff zu bekommen“, so Dr. med. vet. Burkhard Wendland, Vizepräsident des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt). Gleichzeitig widersprach er der Auffassung, dass die Chippung für das Tier gesundheitsschädlich sei: „Nicht nur bei Hunden, Katzen und Frettchen, sondern sogar bei kleinen Nagern und Pferden wurde eine hohe Bioverträglichkeit der Transponder festgestellt“, erklärte der Tierarzt. „Die kleine Injektion ist auf jeden Fall einer für das Tier schmerzhaften Tätowierung vorzuziehen.“ Der Chip allein reiche jedoch nicht aus, betont Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale im hessischen Hattersheim. 603.000 Tiere sind nach einer Hochrechnung von TASSO zwar gechippt, tauchen aber in keiner Haustier-Datenbank auf. „Deshalb sind wir für die untrennbare Einheit von Chippen und Registrieren“, so der Tierschutzexperte. „Das Eine macht ohne das Andere keinen Sinn.“
Quelle: ZZA 1/2008 Seite 14 |