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Vorsicht bei tierischen Souvenirs

Mit Beginn der Sommerferien macht der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe wieder auf den Verzicht von tierischen Souvenirs aufmerksam, denn bei illegaler Einfuhr von artgeschützten Tieren drohen Bußgelder.

Schlangenledergürtel, Riesenmuscheln oder Elfenbein-Essstäbchen – viele Urlauber möchten gerne ein tierisches Souvenir mit nach Hause bringen. „Wir appelieren an alle Urlauber, die Bestimmungen des Tier- und Artenschutzes einzuhalten und am besten auf tierische Souvenirs generell zu verzichten“, erklärt ZZF-Präsident Klaus Oechsner. Rund 8.000 Tier- und 40.000 Pflanzenarten sind in ihrem Bestand gefährdet oder sogar von der Ausrottung bedroht. Sie stehen deshalb unter dem Schutz der EG-Artenschutzverordnung.

Betroffen sind beispielsweise Papageien, viele Reptilien- und Katzenarten, Käfer, Schmetterlinge und Alpenveilchen. Der Schutz bezieht sich auf tote, lebendige und weiterverarbeitete Exemplare wie Halsketten aus Korallenstücken, exotische Felle oder Schildkrötenöl. Für gefährdete Tier- und Pflanzenarten benötigen Touristen eine offizielle Ausfuhrgenehmigung des Urlaubslandes. Außerdem ist meist eine deutsche Einfuhrgenehmigung erforderlich. Ohne diese Dokumente drohen an der deutschen Grenze die Beschlag-nahme der Andenken und Zahlung eines Bußgeldes. Im vergangenen Jahr wurden laut Bundesamt für Naturschutz 2.895 lebende Tiere und über 7.000 Produkte beschlagnahmt.

Quelle: ZZA 8/2008 Seite 51