Besuchen Sie auch den ZZF!
SITEMAP | KONTAKT | IMPRESSUM
TierNatur
Diese Seite drucken


Zu wenig Heimtiere sind registriert

In Deutschland sind erst 30 Prozent der Heimtiere in einer ­Datenbank registriert. Obwohl diese Registrierung kostenlos ist, verzichten noch immer zu viele Halter vor allem von Hunden und Katzen auf die Chance einer schnellen Rückvermittlung im Fall des Verlustes. Nach den Erfahrungen von Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation Tasso e.V., landen jährlich mehr als 400.000 Fundtiere in den Tierheimen oder werden von privaten Findern ­beherbergt. Während die Halter der registrierten Tiere schnell ausfindig zu machen sind, müssen unre­gistrierte Tiere anhand von Chip oder Tätowierung aufwändig ermittelt werden. Fehlen auch diese Kennzeichen, wird eine Rückvermittlung oft unmöglich. Den deutschen Tierheimen entstehen damit jährliche Zusatzkosten von rund 16,5 Millionen Euro – Geld, das an anderer Stelle dringend gebraucht wird. Beispielsweise für die Organisation des Tierheims, die meist ohne Computerhilfe sehr aufwendig ist. Mit seiner Kampagne „Machen Sie Ihr Haustier unverwechselbar“ ruft auch der Deutsche Tierschutzbund zur Kennzeichnung und Registrierung von Heimtieren auf. Die Datenregister sind untereinander europaweit vernetzt, so dass auch im Urlaub verloren gegangene Lieblinge rückvermittelt werden können.

Quelle: ZZA 12/2008 Seite 40