Impfen - nicht nur bei Auslandsreisen
Vor einer zunehmenden Impfmüdigkeit der Hunde- und Katzenhalter warnt der der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt). Ein wirksamer Schutz vor schwerwiegenden, ansteckenden und oft tödlich verlaufenden Krankheiten sei nur gewährleistet, wenn mindestens 70 Prozent aller Tiere geimpft sind. Derzeit ist aber lediglich jeder zweite Hund und nur jede dritte Katze in Deutschland ausreichend geimpft und damit geschützt.
Zu viele Heimtierhalter halten Impfungen nur bei Auslandsreisen mit ihrem Tier für notwendig. Seit 2004 sind bei der Einreise in die EU-Länder für Hunde und Katzen eine gültige Tollwutimpfung und der EU-Heimtierausweis ebenso Pflicht wie eine Kennzeichnung. Die übergangsweise zulässige Kennzeichnung mittels Tätowierung entfällt ab 2011. Spätestens dann muss jedes Tier vor dem Auslandsurlaub gechippt sein. Für die Einreise nach Irland, Schweden, Malta und das Vereinigte Königreich gelten zusätzliche Anforderungen. Der bpt weist darauf hin, dass die erforderlichen Tests für die Einreise in diese Länder oft Monate dauern können.
Quelle: ZZA 4/2009 Seite 46 |