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TierNatur
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Keine Hunde und Katzen aus Urlaubsländern mitbringen

Tasso und der Deutsche Tierschutzbund haben vor Beginn der Ferienreisezeit dazu aufgerufen, keine „tierischen Urlaubsfreunde“ spontan aus dem ­Urlaubsland mitzubringen. Hilfe vor Ort sei sinnvoller. Die Einfuhrzahlen von Hunden und Katzen steigen seit Jahren an, meist aus süd- und östlichen Ländern, in denen die Zahl der streunenden Tiere besonders hoch ist.

Philip McCreight von der Tierschutzorganisation Tasso gibt zu bedenken, dass sich kaum ein Tierfreund bewusst ist, welche bürokratischen Hürden auf Tierfreunde zukommen, die Hunde oder Katzen „importieren“.

Die gesetzlichen Einreisebestimmungen, darunter die gültige und amtlich anerkannte Impfung gegen Tollwut sowie die unverwechselbare Kennzeichnung mit einem Mikrochip, müssen unbedingt beachtet werden. Auch der Deutsche Tierschutzbund bittet Reisende, vierbeinige „Urlaubsfreunde“ nicht spontan aus dem Ausland mitzubringen. Oftmals werde dabei zu spät erkannt, dass die Tiere viel zu jung, ohne ­ausreichenden Impfschutz oder bereits schwer erkrankt seien. Beide Organisationen halten es für sinnvoller, den Streunern vor Ort zu helfen, z.B. indem bei der Hotelleitung auf artgerechte Versorgung der Tiere gedrängt wird. Sinnvoll sei auch die ­Unterstützung der örtlichen Tierschutzorganisationen. Als Beispiel nennt der Tasso-Chef den „Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V.“ (bmt), der vor ­allem in Osteuropa entsprechende Projekte gestartet hat.

Durch Spenden können die örtlichen Tierschutzvereine neben Aufklärungsarbeit beispielsweise dringende Kastrationen durchführen und die weitere tierärztliche Versorgung finanzieren. So können sich die Tiere nicht unkontrolliert vermehren und werden vor Tierfängern und den oftmals drohenden ­Tötungen bewahrt.

Die Broschüre „Tierschutz im Ausland“ kann als Download abgerufen werden unter www.tierschutzbund.de

Quelle: ZZA 8/2009 Seite 45