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Interview mit ZZF-Geschäftsführer Richard Wildeus

Interzoo 2010 – eine Messe aus der Branche für die Branche

Nur noch wenige Tage bis zum Messestart der Interzoo. In den Unternehmen heißt es nun „Endspurt“ für den großen Auftritt vom 13. bis 16. Mai in Nürnberg. Der weltweit wichtigste Marktplatz für die Heimtierbranche verspricht nicht nur erfolgreiche Geschäfte, sondern auch interessante Kontakte und Eindrücke. Wie ein „Branchen-Neueinsteiger“ diese Veranstaltung bewertet und welche Erwartungen er an sie hegt, erläutert ZZF-Geschäftsführer Richard Wildeus im zza-Gespräch.

Vor seinem Eintritt beim ZZF hat der 50jährige Volljurist und Diplom-Wirtschaftsingenieur als Marketing-Repräsentant in der chemischen Industrie und als Geschäftsführer eines Industrieverbandes der Holzbearbeitung gearbeitet. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit Literatur und Gartenarbeit, engagiert sich in seiner Kirchengemeinde, treibt Sport (aktuelle Marathonzeit 3:52) und pflegt Garnelen im Nano-Becken.

zza: Herr Wildeus, wenn die Interzoo am 13. Mai in Nürnberg beginnt, stehen Sie beinahe ein Jahr im Dienst des Zentralverbandes Zoologischer Fachbetriebe. Seit dem 1. Januar sind Sie offiziell als neuer Geschäftsführer des ZZF im Amt und haben somit die Heimtierbranche schon etwas kennengelernt. Was erwarten Sie von Ihrer ersten Interzoo?

Richard Wildeus: „Meine“ erste Interzoo wird noch größer und internationaler als die erfolgreiche Interzoo 2008. Ich nehme nicht in Anspruch, bereits viel dafür getan zu haben. Andere im Verband, Ehrenamtliche und Hauptamtliche, haben durch ihre kontinuierliche Arbeit an der Marke Interzoo das Fundament für diesen Erfolg gelegt. Für mich persönlich wird es spannend sein, einen umfassenden Überblick über das Angebot des weltweiten Heimtiermarktes zu erhalten. Ich erhoffe mir ein regelrechtes Aha-Erlebnis bezüglich der modernen Heimtierhaltung. Meine berechtigten Erwartungen sind, dass die Interzoo 2010 erneut eine Plattform für vorteilhafte Geschäfte für Besucher wie Aussteller bietet. Aus Verbandssicht kann mit einer erfolg­reichen Leitmesse gegenüber Politik und Gesellschaft überzeugend auf die Bedeutung der Branche und ihren vielfältigen Nutzen hingewiesen werden.

zza: Die Interzoo gilt als Leitmesse der internationalen Heimtierbranche. Sie ist Impulsgeber und Vorreiter für alle Branchenbeteiligten. Mit welchen Trends dürfen die Fachbesucher dieses Jahr rechnen?

Richard Wildeus: Aus Ausstellerkreisen hören wir, dass es viele Neuheiten im Gesundheits- und Wellnessbereich geben wird. Auch die Aqua­ristik und Terraristik werden mit tech­nischen Innovationen aufwarten. Wir können wohl mit mehr Produkten rechnen, die mit einer guten Qualität im Mittelpreis-Segment angesiedelt sind.

zza: Um eine Messe kontinuierlich so attraktiv zu gestalten und ihr Wachstum weiter zu sichern, bedarf es großer Anstrengungen. Was sind Ihrer Meinung nach die Stärken der Interzoo und wie wollen Sie deren Stellung weiterhin ausbauen?

Richard Wildeus: Die Stärke der Messe ist eindeutig, dass sie aus der Branche für die Branche veranstaltet wird. Ihr kommerzieller Erfolg ist notwendig, aber für uns als dem Veranstalter nicht hinreichend. Wir wollen, dass die Branchenteilnehmer einen ökonomischen Ort finden, um ihren spezifischen Interessen nachgehen zu können, um Ideen und Anregungen und die richtigen Ansprechpartner zu finden. Die Interzoo hat Dienstleistungscharakter, da die Inhaberin der Messe, die WZF GmbH, Teil der Branche ist. Die Interzoo wird zielgruppenorientiert und sorgfältig geplant und durchgeführt im Sinne der Bedürfnisse der Fachbesucher und Aussteller. Daran ist auch der ehrenamtlich tätige Messeausschuss beteiligt. Die WZF sorgt außerdem für eine transparente Kommunikation in die Branche und behält das Ziel einer artgerechten Heimtierhaltung im Blick. Außerdem haben wir uns für einen strategisch gut gelegenen Messeplatz entschieden und ein professionelles Unternehmen für die Organisation der Messe beauftragt.

zza: Natürlich bietet die Interzoo auch dem ZZF, dem ideellen Träger der Messe, eine wichtige Plattform. Wie wird sich der Verband den Fachbesuchern präsentieren?

Richard Wildeus: Direkte Ansprechpartner vor Ort werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle sowie einige Vorsitzende der Landesverbände sein. In unserem wie immer schön gestalteten Informations-Zentrum in Halle 4, Stand 4-324 stehen wir für Fragen rund um das Tier sowie zum deutschen Heimtiermarkt zur Verfügung. Interessierte können hier außerdem unsere Zoofachhandel-Grundlagenordner Band 1 bis 3 kennenlernen, ein fundiertes Lern- und Nachschlagewerk nicht nur für Auszubildende. Wir würden uns freuen, auch mit Noch-nicht-Mitgliedern über die Leistungen des ZZF und die Bedürfnisse der Branche ins Gespräch zu kommen. Die ZZF-Fachgruppe „Heimtierpflege im Salon“ ist am Stand 4-327 in Halle 4 vertreten. Hier informiert sie über ihre Arbeit und über die Prüfung zum „ZZF-geprüften Heimtierpfleger“. Am Messesamstag und Messesonntag veranstaltet sie eine deutschsprachige Tagung für Heimtierpfleger.

zza: Und zum Abschluss – die Interzoo-Party am Samstagabend besitzt eine lange Tradition. Werden wir Sie dort antreffen?

Richard Wildeus: Natürlich, das wird das Partyereignis der Branche in diesem Jahr! An einem Interzoo­Abend sollte die Branche sich auch mal selbst feiern und nicht nur unternehmensintern mit Vertriebszielen im Blick. Es wird für jeden etwas dabei sein: Sehr gut tanzbare 70er Jahre Hits von einer 7-köpfigen Live-Band, ein ABBA-Set und eine ­Capoeira- und Samba-Show. Für die nicht so tanzfreudigen Besucher gibt es Spielgeräte wie Flipper und Tischfußball oder eine Rückzugsmöglichkeit in der Lounge beziehungsweise auf der Terrasse bei Jazz-­Musik.

zza: Vielen Dank für dieses Gespräch. (sg)

Quelle: ZZA 5/2010 Seite 28