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Zierfischhandel, Aquarien- und Ladenbau EFS – eine Erfolgsgeschichte
Es begann im Sommer 1987 – Bernd Schmölzing und sein Bruder Michael planten ein kleines Zoofachgeschäft. Mit einem Startkapital von 21.500 DM erhielten sie einen Gewerbeschein für den Groß- und Einzelhandel. Das war der Startschuss für das heutige Unternehmen Euro Fisch Schmölzing in Sonnefeld. Die Geschäftsstrategie lautet von Anfang an: „Qualität geht über alles“.
von Horst Linke, Aqua-paeb
 | | Wenn es den Fischen mal nicht so gut geht, sorgt Karin Schmölzing mit ihrem Wissen erfolgreich für Gesundheit und Wohlbefinden. |
Stetiges Wachstum und ein kontinuierlicher Ausbau sind die Kennzeichen des Zierfischgroßhandels Euro Fisch Schmölzing, EFS. Denn EFS will seinen Kunden alles aus einer Hand liefern und auf Wunsch auch nach Maß. Dafür sorgt seit 1997 der firmeneigene Aquarienbau und die angeschlossene Schreinerei. Die anfänglich 350 Aquarien und 100 qm für Zubehör reichten schon bald nicht mehr aus und so gab es wenige Jahre später einen zusätzlichen Anbau für weitere 350 Aquarien. Damit entstand in Markgraitz einer der größten Zierfischgroßhändler Nord-Bayerns.
Umzug nach Sonnefeld
Die steigende Nachfrage im Aquarienbau sowie bei Unterschränken verbunden mit der Sparte Anlagenbau/Ladeneinrichtungen forderten weitere, örtliche Veränderungen und damit auch Vergrößerungen. Im Jahr 2000 erfolgte ein erneuter Umzug auf das neue 20.000 qm große Firmengelände ins nur wenige Kilometer entfernte Sonnefeld. Eine Kartbahn mit 3.600 qm Nutzfläche bot jetzt angemessenen Raum für alle Firmenzweige. Heute sind aus den Anfangs drei Mitarbeitern insgesamt 41 geworden. Nach einem weiteren Ausbau 2007 stehen für den Zierfischgroßhandel für die optimale Eingewöhnung und Pflege rund 3.000 Aquarien mit rund 500.000 Liter zur Verfügung. Rund 450 Arten bevölkern im Laufe des Jahres die EFS-Fischbehälter. In 18 großen Tanks werden Koi angeboten und rund 40 stehen für Kaltwasserfische bereit. Fünf große, in der Nähe befindliche, firmeneigene Freilandteiche mit insgesamt 7.000 qm Fläche bieten weitere Möglichkeiten für die optimale Zwischenhaltung von Kaltwasserfischen. Und gerade erst hat EFS ein Nachbargrundstück mit Halle erworben. Hier wird das Kaltwasserprogramm um weitere 150.000 Liter deutlich ausgeweitet. Es stehen dann weit mehr als 250.000 Liter in sauber geschlossenen Behältnissen mit Einzelfilterung für Goldfische, Koi und Co. zur Verfügung. Um das ohnehin schon große Sortiment an Wirbellosen noch weiter zu forcieren, wird die bestehende Fischhalle um weitere 500 Becken auf dann 3.500 Aquarien ausgebaut. „Frei nach dem Motto ‚wir haben nicht nur Rosinen, sondern auch den passenden Kuchen dazu‘“, kommentiert Bernd Schmölzing.
 Der neue, im Jahr 2000 bezogene Neubau auf dem 20.000 qm großen Firmengrundstück. |  Die Tischlerei ist seit 1987 dabei und heute ein festes Standbein von EFS. |
 Der Anlagenbau ist fest mit der Fertigung von Aquarienkombinationen und Ladenbaueinrichtungen verbunden. |  Seit 2007 stehen für die optimale Eingewöhnung und Pflege rund 3.000 Aquarien mit rund 500.000 l Wasser zur Verfügung. |
Im separaten Aquarienbau steht der moderne, computergesteuerte Glasschneidetisch, der es erlaubt, bis 6 Meter lange Glasscheiben bis auf eine Breite von 3,60 m zu bearbeiten. Gefertigt werden alle gängigen Aquariengrößen von 60x30x30 cm bis 250x60x60 cm. Aber auch Sonderanfertigung stellen kein Problem dar: so wurden auch schon bis zu 10 m lange Schaubecken z. B. für Haifische gebaut. Die Schreinerei fertigt die entsprechenden Unterschränke sowie Messe- und Ladeneinrichtungen. Für Bernd Schmölzing ein immer wichtiger werdender Produktionszweig. „Wir zählen zu den führenden Ladenbauern in Deutschland“, betont der Firmenchef.
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Bernd Schmölzing, Jahrgang 61, hatte viel vor. Mit dem kleinen 60 qm Zoofachgeschäft im oberfränkischen Ort Markgraitz – unterstützt von Bruder Michael und Schwester Marion – legte er 1987 den Grundstein für ein kleines „Imperium“. Schon in der Schulzeit war er von Unterwassertieren fasziniert und hatte mit 15 – nach etlichen Gurkengläsern – sein erstes, eigenes Aquarium. Die Faszination vom Leben unter Wasser ließ ihn danach nicht mehr los.
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Kernkompetenz Zierfischhandel
Kerngeschäft aber ist und bleibt der Zierfischhandel. Zwei bis vier Mal pro Woche kommen neue Lieferungen. Dabei handelt es sich um 20 Prozent Inlandnachzuchten und 80 Prozent Importe. Und die kommen aus Südamerika, Afrika und aus Asien. Importe bedeutet aber nicht gleich Wildfänge, sondern es sind zu fast 90 Prozent Nachzuchten, meist aus tropischen Zuchtfarmen. Fachlich gut geschult sorgen die EFS-Mitarbeiter im Fischhaus für beste Eingewöhnung. Karin Schmölzing, Bernd Schmölzings Schwester und seit 1998 mit in der Mannschaft, sorgt, wenn es mal nicht so glatt geht, bei den Pfleglingen mit Wissen und Medikamenten für Gesundheit und Wohlbefinden. Sie hat im hauseigenen Labor schon viele Krankheitserreger entdeckt und danach erfolgreich bekämpft. So bleibt die Verlustrate problemlos unter 5 Prozent.
Sauberkeit und Hygiene stehen bei EFS an erster Stelle. Dabei kommt die Liebe zum Detail nicht zu kurz. So sind für den Kunden aufklärende, bei der Orientierung helfende Schilder („Labyrinthfische“, „Cichliden“, „Welse“ usw). bei der Suche nach den gewünschten Fischen sehr hilfreich. Schilder wie „Guppy Road“ verhindern eine zu ernste Geschäftsatmosphäre. Zimmerpflanzen ranken zwischen den Aquarien in den Gängen und sorgen für eine aufgelockerte Stimmung. Hygiene bei der Arbeit sowie Fischkrankheiten sind für Bernd Schmölzing besondere Themen. So veranstaltet EFS in den eigenen Schulungsräumen bis zu sechsmal im Jahr zweitägige Seminare für Zoofachhändler. Außerdem können die Händler bei Bedarf Wasser oder Fische zur Untersuchung mitbringen. Im oberen Stock der Halle befinden sich neben den Schulungsräumen auch eine ständige Ausstellung für Ladeneinrichtungen und Aquarienkombinationen. Mit fünf eigenen, klimatisierten Wagen liefert EFS über die Landesgrenzen nach Österreich, Italien, Frankreich, Luxemburg sowie in die Schweiz.
Quelle: ZZA 6/2010 Seite 58 |