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WZF/ZZF-Sommerfest in Wiesbaden

Einhelliges Lob für die Mittlerrolle bei Mensch-Tier-Beziehungen

Rund 100 Gäste aus Politik und Verwaltung, Verbänden, der Heimtierbranche und anderen Wirtschaftsbereichen folgten am 9. Juli der Einladung des Zentral­verbandes Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) und seiner Tochtergesellschaft, der WZF GmbH. Dabei wurden zwei Anlässe verbunden: der 70. Geburtstag des ZZF-Präsidenten Klaus Oechsner und die Vorstellung der Geschäftsstelle in Wiesbaden. Hier haben ZZF und WZF seit drei Jahren ihren Sitz.

Die ZZF-Geschäftsstelle in Wiesbaden.

Bei hochsommerlichem Wetter begrüßten ZZF-Geschäftsführer Richard Wildeus und ZZF-Präsident Klaus Oechsner die Gäste im extra aufgebauten Festzelt vor dem Verbandsgebäude in der Mainzer Straße, das 1913 zum Landhaus im neoklassizistischen Stil umgebaut wurde und nach einer sorgsamen Restaurierung als „Haus der Heimtierbranche“ eine neue Bestimmung gefunden hat. In seiner Begrüßungsansprache erläuterte Richard Wildeus die Ziele und die Selbstverpflichtung des Verbandes: Die Interessen all jener Marktteilnehmer zu vertreten, die sich um einem artgerechten Umgang mit Heimtieren verschrieben haben und zum Wohle der Tiere ihre Maßnahmen über die gesetzlichen Vorschriften ausdehnen und zum Beispiel keine Tiere zum Verkauf anbieten, die für die private Heimtierhaltung ungeeignet sind. Es sei hervorragend und lobenswert, wie ZZF-Mitgliedsbetriebe wirtschaftliche Interessen und Tierschutz vereinbarten, betonte Mark Weinmeister, Staatssekretär im hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Er dankte dem ZZF für die langjährige gute Zusammenarbeit insbesondere im Bereich des Tierschutzes und dem ZZF-Präsidenten für seinen persönlichen Einsatz im hessischen Tierschutzbeirat. Es sei ein gutes Omen für die weitere gute Zusammenarbeit, dass der ZZF und das Ministerium nun beide ihren Sitz in der Mainzer Straße haben.

„Die Hessen kommen!“

Die Wiesbadener Stadträtin Helga Skolik überbrachte die Glückwünsche des Oberbürgermeisters Dr. Helmut Müller und wies auf die Bedeutung der Heimtierhaltung und damit einhergehend des Bundesverbandes der Heimtierbranche hin. Für die langjährige gute Zusammenarbeit mit dem ZZF bedankte sich Georg Müller, Vorsitzender des Industrieverbandes Heimtierbedarf e.V. (IVH). Dieses partnerschaftliche Verhältnis werde auch in Zukunft dazu beitragen, gemeinsame Interessen vereint erfolgreich zu vertreten. Bernd Diederichs, Geschäftsführer der NürnbergMesse, ging auf die gedeihliche Zusammenarbeit zwischen der NürnbergMesse und der ZZF-Tochtergesellschaft WZF bei der Organisation und Ausrichtung der Interzoo ein: Der Erfolg der diesjährigen Interzoo habe einmal mehr gezeigt, wie sehr sich beide Partner zum Wohl der globalen Heimtierbranche ergänzten. Direkt an das „Geburtstagskind“ Klaus Oechsner gewandt, sagte Diederichs: „Kompliment für Ihre Vitalität und Ihren unermüdlichen Einsatz für die Interzoo und die Branche.“

Mit sehr humorvollen Worten drückten ZZF-Vizepräsidentin Sabine Gebhardt und Felix Weck, Präsident des Verbands Zoologischer Fachgeschäfte der Schweiz (VZFS), ihre Geburtstagsglückwünsche für Klaus Oechsner aus. Felix Weck („Essen, Kochen, Tierliebe – das verbindet uns beide“) schilderte unter anderem ein Treffen mit den Mitgliedern des ZZF-Landesverbandes Hessen, dessen Vorsitzender Oechsner damals war: „Die Hessen kamen 1991 in die Schweiz, ein ganzer Bus voll. Es war fruchtbar für beide Seiten, aber auch so furchtbar anstrengend!“

Beifall zollten die Gäste sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle dem früheren ZZF-Geschäftsführer Rolf-Dieter Gmeiner, der es sich nicht hatte nehmen lassen, zusammen mit seiner Frau Kirstine an dem Fest teilzunehmen. In der Ära Rolf-Dieter Gmeiners, der Ende 2009 nach fast 20jähriger Tätigkeit für den ZZF in den Ruhestand getreten war, wurden zahlreiche für den Verband sowie die Heimtierbranche wegweisende Entscheidungen getroffen. Klaus Oechsner hob besonders die „Heidelberger Beschlüsse“ sowie den Erwerb des heutigen Verbandsgebäudes in Wiesbaden und dessen Restaurierung hervor. „Ohne Sie wären wir nicht dort, wo wir heute ­stehen“, so Oechsner. (as/vg)

Quelle: ZZA 8/2010 Seite 14