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Markt-Trend Cocooning Kuscheln gegen die Krise
Es ist ein bekannter Effekt: Je unsicherer die wirtschaftliche oder politische Lage, umso stärker das Verlangen der Verbraucher, sich im eigenen Zuhause gleichsam wie in einem schützenden Kokon abzuschotten. Investitionen in das leibliche Wohl sowie in Heim und Garten werden vorangestellt. Davon profitieren auch die Heimtiere.
Heim und Garten sind auch 2010 die wichtigsten Naherholungsgebiete der Deutschen. Statt in Urlaub, Kino, Theater, Restaurantbesuche und Mode investieren sie mit Vorliebe in die Verschönerung des eigenen Heims mit Blumen und Pflanzen in der Wohnung, in einen schönen Garten, Balkon oder Wintergarten. Das bestätigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag von Scotts Celaflor, dem Marktführer für Pflanzenpflege und Pflanzenschutz in Deutschland. Auf die Frage „Suchen Sie in der Krise vermehrt Entspannung zuhause und verbringen Ihre Freizeit in Heim und Garten?“ antworteten 88 Prozent der 1.000 Befragten mit Ja. Konkret verzichten die deutschen Verbraucher auf Restaurantbesuche, Urlaub, Kino, Theater, Mode und Aktivitäten außer Haus – zugunsten eines schönen Zuhauses. Daheim investieren sie zu allererst in Essen und Trinken (83 Prozent der Befragten), gefolgt von der „grünen Oase“: 79 Prozent der Befragten legen Zuhause besonderen Wert auf schöne Pflanzen und Blumen in der Wohnung bzw. einen schönen Garten/Wintergarten. Einrichtungsgegenstände wie Möbel, Dekoration, Kamin sind für 69 Prozent wichtig. Moderne Unterhaltungselektronik (TV, DVD, HiFi, Computer) steht nur für 47 Prozent der Befragten im Vordergrund.
Marktdaten bestätigen diese Rückbesinnung auf das eigene Zuhause. Laut GfK ist der Außer-Haus-Konsum in 2009 um 8 Prozent gesunken; Gewinner waren dagegen Branchen, die alles für das eigene Zuhause anbieten. So haben z. B. Pflanzen um 7 Prozent und Gartenmöbel um 4 Prozent zugelegt, Grillgeräte sogar im zweistelligen Bereich. Den IVH-Zahlen zufolge wuchs der Markt für Heimtierbedarf in diesem Zeitraum um 2,2 Prozent. Nach Heimtieren wurde in der TNS Emnid-Umfrage von Scotts Celaflor nicht explizit gefragt, doch wer sich mit dem Verhalten überzeugter Heimtierhalter auskennt weiß, dass das eigene Wohl und das Wohl des geliebten Tieres Hand in Hand gehen. Dass in der gleichen Zeit vermehrt Tiere aus wirtschaftlichen Gründen in Tierheimen abgegeben werden, steht zu dieser Aussage in keinem Widerspruch. Einerseits sind nicht alle Heimtierhalter in der Lage, zum Wohle ihres Tieres andere Ausgaben zurückzufahren, außerdem scheint sich die Schere im Verhalten zwischen sehr engagierten und weniger engagierten Heimtierhaltern weiter aufzutun.
Wie die Marktforscher außerdem herausgefunden haben, konsumieren die Verbraucher bewusster, setzen auf Qualität statt Quantität und freuen sich über die kleinen Dinge. „Ob Cocooning oder Homing, von diesem Trend profitieren einheimische Markenprodukte mit Tradition, die den Menschen Vertrauen, Sicherheit und einen Mehrwert an Wohlfühlfaktor für Zuhause liefern“, so Scotts Celaflor Marketingdirektor Wolfgang Petry zu den Umfrage-Ergebnissen. Was für die Scotts Celaflor-Marken Substral, Celaflor, Naturen und Nexa Lotte gilt, lässt sich auf die Angebote im Markt für Heimtierbedarf übertragen: Qualität vor Quantität. (PR/vg)
Quelle: ZZA 8/2010 Seite 20 |