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Für den Großraum Berlin bietet die Silence KG Feldkamp Heimtierbestattungen an "Abschied in Würde"
Für den Heimtierhalter gibt es in Deutschland wenig Möglichkeiten, nach dem Tod des Tieres in angemessener Weise Abschied zu nehmen und mit dem Tierkörper umzugehen. Was in Amerika und vielen westeuropäischen Ländern schon längst häufige Praxis ist, bietet die Silence KG ab sofort für den Großraum Berlin als Alternative: die Abholung des toten Haustieres, eine Möglichkeit zur Andacht, den Transport und die Verbrennung in einem zugelassenen Tierkrematorium, die Zertifizierung des gesamten Verfahrens. Auf Wunsch vermittelt Silence auch die Bestattung auf einem Tierfriedhof.
Getragen wird das Unternehmen von einer Idee, die sich nicht nur der reinen Dienstleistung verpflichtet sieht. Unter dem selbstgewählten Leitsatz "Abschied in Würde" will die Silence KG in Berlin alles tun was das ehemalige Miteinander von Heimtier und Tierhalter zu einem würdigen Abschluß bringt: Die korrekte Abwicklung der Tierkörperverbrennung im Krematorium, das Zurverfügungstellen eines Andachtsraum zur Abschiednahme für den Tierhalter, Urne und Zertifikat als Erinnerungsstützen an ein ausgefülltes Sozialverhältnis. Der Umgang mit dem verstorbenen Heimtier ist für den Tierhalter und den Tierarzt seit jeher problematisch. Häufig endet das tote Heimtier in der Tierkörperbeseitigungsanstalt (Abdeckerei), manchmal wird es in eigenem Grund und Boden vergraben, selten findet es den letzten Weg zum Tierfriedhof.
Die bisherigen Möglichkeiten sind insgesamt unbefriedigend. Als Alternative haben die Berliner Silence KG Feldkamp ihr Angebot entwickelt. Man bietet eine Urnenbestattung nach der Einäscherung des Heimtieres an, zusätzlichen Leistungen tragen dem umfassenden Anspruch nach einem "Abschied in Würde" Rechnung.
Geboten werden die Möglichkeiten zum Beratungsgespräch zur angemessenen Verabschiedung in einem Andachtsraum, auf Wunsch die Urnenbestattung und die Dokumentation des Weges von der Abholung des toten Tieres bis zur Übergabe der Urne und der Zertifizierung. Die Urne kann persönlich verwahrt oder durch die Silence-Kooperation mit Tierfriedhöfen auf einem Tierfriedhof bestattet werden.
Der Geschäftsführer des Unternehmens, Reinhard Feldkamp, erklärt: "Wir wissen, daß es immer wieder eine Reihe von Vorbehalten gegen die Tierverbrennung, gegen die angemessene Abschiednahme vom Heimtier oder gegen das Angebot der Tierbestattung insgesamt gibt.
Diese beruhen unseres Erachtens manchmal auf bisheriger ungenügender Darstellung, manchmal auf verzerrender Berichterstattung, häufig aber einfach auf einem Mangel an Information."
Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes wurden 1997 in Deutschland schätzungsweise sechs Millionen Katzen, fünf Millionen Hunde und 3,8 Millionen weitere Heimtiere gehalten. So lieb einem die häuslichen Begleiter geworden sind: Einmal werden sie sterben. Schätzungen gehen in Deutschland von einer jährlichen Sterberate von knapp einer Million Hunden und Katzen aus. Dann stellt sich dem Tierhalter oft erstmals die Frage: Wohin mit dem toten Tier?
In ländlichen Regionen werden Tierkörper häufig in eigenem Grund und Boden vergraben (der Gesetzgeber erlaubt das im Einzelfall). Bei einem Tod im Ballungsgebiet oder für den Fall des Todes beim Tierarzt ist dies so nicht möglich. Hier wird der Tierkörper oft der Tierkörperbeseitigung übergeben. Tierfriedhöfe als Bestattungsform werden von einem Minderanteil gewählt.
Der Tierarzt kümmert sich aufopferungsvoll und engagiert um das kranke Tier. Aber alle Bemühung endet, wenn das Heimtier alt wird, unheilbar erkrankt und stirbt. Tierärzte haben es in ihrer Praxis Jahr für Jahr mit sehr vielen toten Tieren zu tun. Wie gehen sie damit um?
Nach verschiedenen Berichten sieht die Praxis gar nicht so aus, wie der Tierfreund sich das erhofft: In der Regel kommt in größeren Abständen der Abdecker vorbei, die "Lagerung" bis dahin scheint ethisch und seuchenhygienisch mehr als problembeladen.
Beim Abdecker werden Tierkörper verbrannt, manchmal auch zu Tiermehl verarbeitet. Der Anteil an Heimtieren bei der Futtermittel-Herstellung ist nach Angaben Manfred Coenens, Professor am Institut für Tierernährung der Tierärztlichen Hochschule Hannover allerdings zu vernachlässigen: "Der Großteil besteht aus Schlachtabfällen," betont Coenens. Für die Entsorgung der toten Tiere in der Region Hannover ist die Tierkörperbeseitigungsanstalt in Dörnten (Kreis Goslar) zuständig. "Wenn ihre Lastwagen kommen und die Kadaver abholen, ist das keine sehr appetitliche Angelegenheit. Ich sehe immer zu, daß sie außerhalb der Sprechzeiten kommen", berichtet ein Tierarzt.
In Deutschland gibt es eine Reihe von Tierfriedhöfen, und wenn der Tierhalter bereit ist, längere Wege in Kauf zu nehmen. Die Silence KG ist auch hier vermittelnd tätig. Ist das Tier verstorben, so bieten die Berliner Hilfe bei der Abwicklung zur Bestattung auf einem Tierfriedhof - auf dem direkten Weg oder nach vorheriger Verbrennung des Tieres.
Und letztlich: Eine solche Einrichtung wird von immer mehr Tierhaltern gewünscht, der Bedarf steigt. Beispiele für Tierfriedhöfe gibt es mittlerweile in vielen großstädtischen Ballungsräumen. Interessenten müssen aber häufig weite Strecken in das Umland in Kauf nehmen, um einen Tierfriedhof zu finden. Örtliche Tierschutzinitiativen, Veterinärämter der Landkreise und Tierärzte sehen einen Handlungsbedarf für örtliche Einrichtungen.
In vielen anderen westeuropäischen Ländern und in den Vereinigten Staaten gibt es bereits jahrzehntelange Praxiserfahrungen mit Tierbestattungen. Natürlich hat eine Dienstleistung auch ihren Preis. Der orientiert sich in diesem Fall an den Kosten für die zuverlässige Einäscherung des Heimtieres, an den Transportkosten an den Kosten für die sachgerechte Verwaltung eines Betriebes wie Silence, an Mieten. Gebühren, Personal- und Gebäudekosten. Nichts Ungewöhnliches also, wenn man ein dauerhaftes und in allen Belangen verläßliches Dienstleistungsangebot macht.
Deshalb aber ist ein solches Angebot gerechtfertigt. Oder um es mit den Worten des Geschäftsführers Reinhard Feldkamp zu sagen: "Sicher, unsere Leistung ist im Bewußtsein vieler Menschen ungewöhnlich. Aber wir sehen uns als echte Hilfe für Mensch und Tier. Dem Heimtier ersparen wir den Weg zur Abdeckerei. Dem Tierhalter geben wir einen Ort des Abschieds, der Trauer, der Bewältigung seines Leids. Daß wir für solch ein Angebot erhebliche wirtschaftliche Aufwendungen haben, versteht sich bei seriöser Geschäftstätigkeit von selbst." Es gibt ein Bild in der Öffentlichkeit, daß den trauernden Tierhalter allein läßt, möglicherweise sogar als skurril oder absonderlich darstellt. Dieser aber will oft ganz einfach angemessen Abschied nehmen und sich vielleicht längerfristig mit einer Urne oder einem Tiergrab einen Ort oder Anlaß der Besinnung und der Erinnerung schaffen. Tierrechts- und Tierschutzbewegungen der letzten Jahre haben manches im Bewußtsein verändert. Das betrifft bisher das Verhältnis zum lebenden Tier, insbesondere zum Heimtier. Nach Dr. med. vet. Jürgen Arndt vom Bundesverband Praktischer Tierärzte e.V. wird heute die "Rolle des Tieres als Sozialpartner" gesehen: "Liebhabertiere haben in der heutigen Gesellschaft einen hohen sozialen Stellenwert. Ihre Rolle als Lebenspartner und Mitgeschöpfe des Menschen ist weitgehend anerkannt. Auch nach den Regelungen des bürgerlichen Gesetzbuches sind Tiere keine Sache mehr." Dr. Arndt: "Die gefühlsbetonte Mensch-Tier-Beziehung läßt den Tod eines Heimtieres zu einem Partnerverlust werden, der vom betroffenen Tierbesitzer mit allen seelischen Konsequenzen getragen werden muß." Die Fürsorgepflicht des Tierhalters für das Tier, die über den Tod hinausgeht, gehört nach Ansicht von Dr. Arndt zum Selbstverständnis des Tierarztes.
Quelle: ZZA 1/1998 Seite 30 |