Deutscher Tierschutzbund__Lobt Fressnapf

Zweischneidiges Schwert: Ob Zugeständnisse in Sachen Reptilienverkauf hilfreich sind, wird in der Heimtierbranche kontrovers diskutiert.

Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt, dass Fressnapf seit diesem Monat keine wild gefangenen Reptilien mehr verkauft. 

Wie berichtet, hatte das Unternehmen bereits im letzten Jahr das Artenspektrum reduziert und weitere Maßnahmen angekündigt. Dies resultiere u.a. aus Gesprächen, die Fressnapf und der Deutsche Tierschutzbund regelmäßig und langfristig geführt haben. Der Verband spricht sich grundsätzlich für ein Ende der Reptilienverkäufe aus, lobt aber die angegangenen Tierschutz-Maßnahmen.

„Dass Fressnapf seine Ankündigung, auf Wildfänge zu verzichten, nun auch konsequent umsetzt, ist ein wichtiger Erfolg für den Tierschutz“, sagt Dr. Henriette Mackensen, Fachreferentin für Artenschutz beim Deutschen Tierschutzbund. Ein Vorteil von Nachzuchten sei neben dem Artenschutzaspekt auch, dass die Tiere mit weniger Stress zu kämpfen haben und seltener von Parasiten befallen sind.

Ab April 2018 plant Fressnapf auch auf sämtliche außereuropäischen Importe von Terrarientieren aus Nachzuchten zu verzichten. Tiere sollen dann nur noch aus Deutschland oder dem europäischen Ausland stammen. „Dies ist der nächste wichtige Schritt, den wir kritisch und konstruktiv mitbegleiten wollen“, so Mackensen.