Generalversammlung der Egesa-Zookauf__Genossenschaft meldet solides Ergebnis

Der neue Aufsichtsrat der Egesa-Zookauf (v. l.): Nicolas Falkenberg, Christoph Rosemeyer, Frank Heerdt und Stephan Schlüter. Foto: Egesa

Die Egesa-Zookauf hat in Gießen ein solides Jahresergebnis trotz leichten Rückgangs der zentralregulierten Umsätze präsentiert. Partnerbetrieben werden 25 Prozent Dividende ausgeschüttet.

Im Rahmen ihrer Generalversammlung präsentierte die Egesa-Zookauf am 19. November die Zahlen des zurückliegenden Geschäftsjahres und stellte neben aktuellen Aktivitäten Strategien für die Zukunft vor.

So bleibt etwa die Anzahl der Betriebe trotz geringfügiger Abweichungen aufgrund altersbedingter Schließungen auf einem stabilen Niveau. Dennoch sei es umso wichtiger, die Weichen für die Zukunft zu stellen, stellte Jens Bluhm, Vorstand der Egesa-Zookauf heraus. Es kämen nun einige Betreiber von Zoofachgeschäften und Gartencentern in das Alter, in dem eine Nachfolgeregelung notwendig sei, um bestehende Betriebe zu erhalten. Hier sei man im regelmäßigen Austausch mit den Genossenschaftsmitgliedern und Partnerbetrieben, um den Prozess der Übergabe unterstützend zu begleiten.

Leichter Umsatzrückgang

Der zentralregulierte Umsatz ging im zurückliegenden Geschäftsjahr laut Egesa-Zookauf aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Kaufzurückhaltung vieler Endverbraucher leicht zurück. In Kombination mit einem sich immer weiter verschärfenden Wettbewerbskampf der Marktteilnehmer sowohl im stationären Fachhandel als auch im E-Commerce ergebe sich eine herausfordernde Situation für die Partnerbetriebe.

Die in der Genossenschaft bereits vor Jahren eingeleiteten Schritte der Digitalisierung, Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung, gerade im Bereich der Verrechnung, machen sich Bluhm zufolge aktuell besonders bezahlt und zahlen auf das Gesamtergebnis ein.

Marketing und KI

Die Vorstandsvorsitzende Birgit Zelter-Dähnrich ging auf die Aktivitäten der Genossenschaft in Segmenten wie dem Marketing, der Werbung neuer Partner oder auf dem Feld der Künstlichen Intelligenz ein. Mit diesem Maßnahmenbündel sei man für die aktuellen Marktgegebenheiten gut aufgestellt.

Eine wichtige Maßnahme sei in diesem Zusammenhang der Verkauf der bisherigen Immobilie der Genossenschaft und der Kauf und Umzug in einen Neubau im Gießener Aulweg gewesen. Das Bauprojekt wurde gemäß aktueller Standards geplant und umgesetzt, etwa was ökologische Kriterien betrifft. Durch die Kombination von Holzbau, Geothermie, Photovoltaik und Nachhaltigkeit ergibt sich ein zukunftsorientierter Standort. „So sind wir deutlich nachhaltiger aufgestellt und auch auf zukünftige regulatorische Bestimmungen seitens des Gesetzgebers sehr gut vorbereitet“, sagte Zelter-Dähnrich.

Veränderung im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsratsvorsitzende Frank Heerdt bedankte sich während der Generalversammlung beim Vorstand für die im zurückliegenden Geschäftsjahr geleistete Arbeit, bevor der Vorstand und der Aufsichtsrat durch die Generalversammlung einstimmig entlastet wurden. Die Partnerbetriebe erhalten eine Dividende in Höhe von 25 Prozent auf ihre Einlagen sowie neben dem Genossenschaftsbonus eine Rückvergütung von 0,5 Prozent.

Altersbedingt schied das langjährige Aufsichtsratsmitglied Axel Sperling aus dem Gremium aus. Birgit Zelter-Dähnrich, Jens Bluhm und Frank Heerdt bedankten sich für die 20-jährige Mitgliedschaft im Aufsichtsrat und die geleistete Arbeit. An seine Stelle rückt der Geschäftsführer der Langenfelder Zoofachmarkt LZL Rheinland, Stephan Schlüter, der einstimmig in das Gremium gewählt wurde. Ebenfalls einstimmig wiedergewählt wurde Nicolas Falkenberg.

Die nächste Egesa-Generalversammlung findet turnusgemäß am 18. November 2026 in Gießen statt, bevor es im darauffolgenden Jahr gilt, das 65-jährige Genossenschaftsjubiläum zu feiern.