Große Veränderungen__Wahl schließt Produktion am Stammsitz

Wahl, Hersteller von Haarschneidemaschinen für Mensch und Tier, wird den Produktionsstandort in St. Georgen-Peterzell schließen. Erst 2022 hat das Traditionsunternehmen aus dem Schwarzwald dort einen Neubau mit eigener Fertigung bezogen.
Die Firma Wahl, ein traditionsreiches Unternehmen mit regionaler Verwurzelung, steht vor der Planung einer grundlegenden strategischen Neuausrichtung. Ziel ist es, das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen und den Herausforderungen des Marktes aktiv zu begegnen. Das teilte das Unternehmen, das zur US-amerikanischen Wahl Clipper Corporation gehört, kürzlich mit.
Im Rahmen dieser Neuausrichtung soll Wahl bis 2026 vom Produktionsstandort zur Vertriebs- und Marketingorganisation umgewandelt werden. Damit reagiere das Unternehmen auf die veränderten Marktbedingungen, den zunehmenden Wettbewerbsdruck und das veränderte Kundenverhalten. Die Fokussierung auf Vertrieb und Marketing soll die Voraussetzungen schaffen, um in einem dynamischen Marktumfeld weiterhin erfolgreich agieren zu können.
Die geplante Verlagerung der Produktion in die eigenen Werke in den USA und Asien werde zweifellos Auswirkungen auf die lokale Belegschaft am Standort haben, so das Unternehmen. Die betroffenen Mitarbeitenden sollen während des Veränderungsprozesses transparent informiert werden, außerdem setze man auf einen engen Dialog mit dem Betriebsrat. Im Rahmen der Neuausrichtung sei perspektivisch auch ein Standortumzug vorgesehen, kündigt das Unternehmen an.
„Wir stehen vor großen Veränderungen, aber wir sind überzeugt, dass die konsequente Fokussierung auf Vertrieb und Marketing der richtige Weg ist, um die Zukunft der Wahl GmbH zu sichern. Unsere Wurzeln liegen in der Region, und wir setzen alles daran, diese Verbundenheit zu erhalten. Deutschland und Zentraleuropa bleiben für uns die wichtigsten Märkte, auf die wir auch künftig unser Engagement ausrichten werden“, sagt Gökhan Yilmaz, Wahl-Geschäftsführer & Präsident für Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA). „Für unsere Aktivitäten im deutschen und europäischen Markt ergeben sich daraus keine negativen Konsequenzen. Der DACH-Markt sowie Zentraleuropa sind im strategischen Rahmen des Unternehmens klar als Kernmärkte definiert“, ergänzt Birgit Holz, Marketing Direktor EMEA.
Seite empfehlen
Bookmark
Drucken
vorheriger Artikel