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Nymphensittiche werden von Vertretern der Gen Z sehr geschätzt.
Alltag dazugehören. Der direkte per-
sönliche Kontakt kann von einigen Mit-
gliedern der Gen Z hierbei in Teilen
sogar als unangenehm empfunden
werden. Entsprechend sensibel und
situationsgerecht sollte daher mit die-
ser Klientel umgegangen werden.
Beratung muss sinnhaft sein, denn ein
Gen-Zler will verstehen, warum er die-
ses Produkt dort kaufen soll. Ist er
jedoch einmal von einem Produkt oder
einer Beratung überzeugt, gibt er
seine Empfehlung digital schnell weiter
und das auch zum Wohl des Händlers.
Immer mehr junge Menschen finden
Sittiche und Papageien faszinierend.
Ein Grund dafür liegt darin, dass
Hunde für diese Personen häufig nicht
in Frage kommen, wenn der berufs -
tätige Halter allein lebt und sich
tagsüber niemand um das Tier küm-
mern kann. Katzen sind zudem nur be-
dingt geeignet, da viele Tierliebhaber
unter Katzenallergien leiden und der
Charakter und das Verhalten nicht
jedermanns Sache ist. Ein kleiner
Schwarm Sittiche ruht dagegen in sich
und ist bei guter und sachkundiger
Pflege eine wahre Freude. Ihr teilweise
chaotisches Verhalten und ihre Laut-
gebungen sowie ihr niedliches Äuße-
res sprechen das Lebensgefühl dieser
Generation an und machen sie zur
idealen Gesellschaft in einer digitalen
Welt.
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Wie gelingt es also, diese Zielgruppe
wirksam zu erreichen und auf ihre
Wünsche und Erwartungen nachhaltig
einzugehen? Gen-Zler informieren sich
vor allem digital und durch Influencer.
Um Mitglieder dieser Generation daher
zielführend zu erreichen, empfiehlt es
sich diese auf den bevorzugten Platt-
formen wie Instagram und Tiktok
anzusprechen. Schnell kann man dann
Probleme und Defizite in den Haltun-
gen erkennen und mit entsprechenden
Beiträgen und Posts adressieren. Auch
die gesunde Fütterung ihrer gefieder-
ten Lieblinge ist vielen Haltern ein
ernstes Anliegen. Zoofachhändler soll-
ten daher beim Angebot von Futtermi-
schungen die Zusammensetzungen
kennen. Mittlerweile ist bekannt, dass
zum Beispiel Nymphensittichweibchen
bei einem Energiewert über 3.000
Kilo kalorien pro Kilogram Futter zum
Dauereierlegen neigen. Reduziert man
dagegen die Kalorienfracht auf 2.700
Kilokalorien pro Kilogram Futter, beru-
higt sich der Hormonhaushalt und die
Weibchen erholen sich wieder. Solche
Informationen überzeugen Gen-Zler
und sie erhalten sie kaum in den digita-
len Medien.
Foraging (deutsch: Futtersuche) und
Beschäftigung ist für die Gen Z eben-
falls wichtig. Sie sind sich bewusst,
dass die Tiere die Möglichkeit brau-
chen, ihr natürliches Verhalten auch in
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den heimischen vier Wänden praktizie-
ren zu können. Nagematerialien müs-
sen weich und schnell zerstörbar sein.
Spielzeuge aus Kork, Balsaholz und
Sola sind gerade für Vögel mit kleinen
Schnäbeln besonders gut geeignet.
Damit die Tiere gut nagen können,
muss das Nagematerial so angeboten
werden, dass die Vögel einen Wider-
stand beim Nagen haben.
Für Papageien und Sittiche, die ihr
Futter am Boden suchen, sollte eine
gute Einstreu angeboten werden.
Buchenholzgranulat ist ein Allrounder,
aber auch grober Kies, in welchem der
Halter Körner zum Suchen verstecken
kann, ist geeignet. Um Infektionen zu
vermeiden, muss der Einstreu gesäu-
bert und häufig gewechselt werden.
Ein grünes Umfeld ist nicht nur für
Halter, sondern auch für Vögel eine
wahre Oase der Entspannung. Halter
sollten daher darauf achten, ihren
Vögeln geeignete Pflanzen und Grün-
zeug zum Knabbern anzubieten.
Neben dem Kriechenden Schönpolster,
besser bekannt unter der Markenbe-
zeichnung „Golliwoog“, eignen sich
auch Grünlilien und Katzengras, um
den Tieren etwas Natur ins Haus zu
bringen.
Fachhändler sollten Mitglieder der
Gen Z gezielt ansprechen und bera-
tend weiterhelfen. Sie sollten nach Bil-
dern und Videos der Tiere und auch
nach deren Namen fragen, denn Indivi-
dualität ist dieser Generation wichtig.
Die Händler können diese Kunden um
Rückmeldung bitten, wenn sie ein Pro-
dukt empfehlen und wenn Videos und
Bilder davon auf Instagram und Tiktok
geteilt werden. Die können dann vom
Händler ebenfalls geteilt werden. Der
Handel sollte lernen, genauso digital
zu denken wie der Kunde. Nur dann
kann er die neue Generation von Heim-
tierhaltern effektiv erreichen und das
gleichzeitig auch zum Wohle der Tiere.
Text und Bilder: Hildegard Niemann
Weitere Informationen und Quellen -
hinweise liefert die Autorin auf Anfrage.
email: papageien-training@gmx.de

