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48 VERANSTALTUNG
Eine Branche
in Bewegung
Bereits zum dritten Mal öffnete die Reefmania im Februar ihre Türen und bestätigte
damit ihren Platz als feste Größe im Veranstaltungskalender der Branche.
3.000 Besucher sind nach Schätzungen der Organisatoren Matthias und
Christian Kapaun zu diesem Meerwasser-Event nach Kornwestheim gekommen.
Am Wochenende des 21. und 22. Feb-
ruar 2026 traf sich die Meerwasser-
szene erneut im „K – Das Kultur- und
Kongresszentrum“ in Kornwestheim
bei Stuttgart. Neu in diesem Jahr wa-
ren die erweiterten Ausstellungsflä-
chen. Diese sorgten spürbar für mehr
Luft in den Hallen und verbesserten
vor allem die Beratungssituationen an
den Ständen. „Wir wollten mehr Raum
für Gespräche schaffen, nicht nur für
Produktpräsentation“, erklärte Mat-
thias Kapaun. „Das hat sich deutlich
bemerkbar gemacht.“ Auch Christian
Kapaun betonte die Bedeutung dieser
Entwicklung: „Wenn Besucher stehen
bleiben können, ohne im Gedränge zu
sein, entstehen andere Gespräche.“
Das zeigte sich auch beim Zugang
zur Messe: Das Kontingent der Early-
Access-Tickets wurde für 2026 erhöht
und war dennoch erneut schnell ver-
griffen. Der frühere Zugang bleibt für
viele Besucher ein fester Bestandteil
ihres Messebesuchs, insbesondere für
jene, die gezielt nach besonderen
Korallen oder seltenen Tieren suchen.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt
die Veranstaltung in diesem Jahr
durch verstärkte Medienpräsenz, unter
anderem durch Berichterstattung in
regionaler Presse und Fernsehen. Die
Veranstalter verfolgen das Ziel, die
Reefmania langfristig als zentrale B2C-
Plattform für die Meerwasseraquaris-
tik zu etablieren. Insgesamt war die
Messe durchweg gut besucht.
Verbrauchsprodukte
laufen stabil
Neben der gewohnten Präsenz bekann-
ter Namen wie Nyos, Red Sea, Fauna
Marin, Arka, Tropic Marin, Tunze und
ATI wurde auch in diesem Jahr sichtbar,
dass sich die Branche in einer Phase
der Anpassung befindet. Sandor
Skoruppa von Tropic Marin machte
deutlich, dass sich das Kaufverhalten
vieler Aquarianer verschiebt. Skoruppa
beschreibt die Entwicklung so: „Ver-
brauchsprodukte wie Salz laufen stabil.
Gleichzeitig sehen wir, dass Kunden
aktuell eher in Tiere investieren als in
neue Technik.“ Komplette Systemwech-
sel würden seltener. Stattdessen setz-
ten viele Aquarianer auf gezielte Erwei-
terung bestehender Anlagen.
Auch strukturelle Themen fanden
ihren Platz in den Gesprächen. So
erläuterte Arka, dass die ehemals
vertriebenen „Microbe-Lift“-Produkte
künftig in Eigenregie produziert wer-
den sollen. „Die vergangenen Jahre
haben gezeigt, wie anfällig externe
Abhängigkeiten sein können“, hieß es
am Stand. „Eigene Produktion bedeu-
tet mehr Kontrolle.“
Auch im Korallenbereich bleibt Bewe-
gung spürbar. „Die Vielfalt ist hoch,
aber die Verfügbarkeit hängt weiterhin
stark von Cites-Regularien ab“, so ein
Korallenanbieter im Gespräch. „Gerade
artabhängige Importbeschränkungen
sorgen punktuell für Engpässe.“
Die internationale Regulierung
bleibt damit ein zentraler Einflussfak-
tor auf das Marktangebot. Gleichzeitig
führen steigende Zuchtkapazitäten
und eine zunehmende Fragmentierung
des Marktes zu wachsendem Preis-
druck – insbesondere für kleinere,
semiprofessionelle Züchter.
Bei Fauna Marin wurde deutlich,
dass technologische Entwicklungen
zunehmend im Hintergrund stattfin-
den. „KI unterstützt uns aktuell vor
zza. 4/2026






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