Nachruf__Eggert Luchterhand ist verstorben

Eggert Luchterhand ist am 6. Dezember im Alter von 92 Jahren gestorben. Mit ihm verliert die Branche eine Persönlichkeit, die den Zoofachhandel über Jahrzehnte begleitet und geprägt hat – fachlich wie menschlich.
Die Wurzeln seines Wirkens liegen im Familienunternehmen, das 1913 mit einem patentierten Verfahren für Vogelsand begann. „Vogelsand von Luchterhand“ wurde über Generationen zu einem festen Begriff im Handel. 1958 übernahm Eggert Luchterhand die Firma und erweiterte das Portfolio um Spezialsande und -kiese. In einem Firmenporträt setzte ihm der zza als „Mr. Vogelsand“ ein Denkmal. Heute wird das Unternehmen aus Oyten bei Bremen von seinem Sohn Peter als Geschäftsführer geleitet.
Im ZZF engagierte sich Luchterhand von 1999 bis 2007. ZZF-Präsident Norbert Holthenrich erinnert sich gut an den Kollegen, der damals gleichzeitig mit ihm neu ins Präsidium gewählt wurde. „Ich kenne Eggert Luchterhand als beeindruckenden, verbindlichen und sehr humorvollen Menschen“, sagt Holthenrich. Eine Anekdote aus der gemeinsamen Zeit im Präsidium ist ihm besonders in Erinnerung geblieben: „Bei meinem ersten Bericht als ZZF-Schatzmeister war ich ziemlich nervös. Nachdem ich die Zahlen vorgetragen hatte und mich erleichtert wieder setzte, beugte sich Eggert zu mir und meinte augenzwinkernd: ‚Siehst du, ist doch gut gelaufen, keiner hat was gemerkt‘. Dummerweise hörte das jemand in der ersten Reihe und witterte prompt Unregelmäßigkeiten. Sofort stand Luchterhand auf und stellte mit seiner humorvollen Art klar, was er gemeint hatte."
Als bekennender Werder-Bremen-Fan lebte Eggert Luchterhand seine Leidenschaft für den Fußball genauso wie seine Überzeugungen im Geschäftsleben: mit Herz, Treue und einer gehörigen Portion norddeutscher Bodenständigkeit. Mit seinem Tod verliert der Zoofachhandel eine Persönlichkeit, die Verlässlichkeit und Fachkenntnis verkörperte. Eggert Luchterhand hat Spuren hinterlassen – im Unternehmen, in der Branche und bei den Menschen, die mit ihm zu tun hatten. Der ZZF – Zentralverband der Heimtierbranche wird ihn ein ehrendes Andenken bewahren. Mitgefühl gilt insbesondere seiner Frau Helga, seinen beiden Kindern Antje und Peter sowie der übrigen Familie.
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