Es wurde eine Kreditvereinbarung unter Auflagen getroffen, mit der die zum Jahresende 2015 bei der Karlie Flamingo GmbH ausgelaufenen Bankkredite vollständig bis Ende 2017 verlängert und um einen Sanierungskredit in Höhe von 0,5 Mio. Euro aufgestockt werden sollen. Die Gesellschaft geht davon aus, einer noch offenen Auflage kurzfristig nachkommen zu können. Die mit der Zentralisierung der Läger am belgischen Standort stärker besicherten belgischen Banken haben die Kredite um 1,0 Mio. Euro erhöht. Die Beteiligungsgesellschaft Perusa hat der Karlie Group GmbH über eine Barkapitalerhöhung 2,8 Mio. Euro an Liquidität zugeführt. Der Geschäftsführung ist es nicht gelungen, mit weiteren Banken und Finanzierungspartnern ein umfassendes Refinanzierungskonzept abzuschließen. Deshalb wird die Geschäftsführung 2016 mit Kapitalgebern intensive Gespräche für eine langfristige Finanzierung der Gesellschaft führen.
Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung verlief 2015 enttäuschend. Nach einer ersten Abschätzung geht die Geschäftsführung davon aus, dass der Umsatz in einer Größenordnung von ca. 85 Mio. Euro liegen wird. Erwartet wird ein negatives EBITDA, das sich vor einmaligen Belastungen aus der Restrukturie- rung voraussichtlich zwischen 1,5 Mio. Euro und 2,0 Mio. Euro bewegen wird. Die schlechte Geschäftsentwicklung 2015 belastet die zügige Umsetzung des Restrukturierungskonzepts. Die Geschäftsführung erwartet, für das laufende Geschäftsjahr den Umsatzrückgang stoppen zu können. Die Rückkehr in die Gewinnzone wird erst 2017 möglich sein.