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Podcast : Moderne Krebsforschung für Hund und Katze

Anki Yngve moderiert den Podcast Telling Tails, hier im Gespräch mit Professor Henrik Rönnberg von der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften. Foto: Agria

Der neue „Telling Tails“-Podcast des Agria Forschungsfonds will aktuelle Forschung rund um die Tiergesundheit verständlich und praxisnah zugänglich machen. Diesmal geht es um das Thema Krebserkrankung.

Was haben Krebserkrankungen bei Menschen, Hunden und Katzen gemeinsam? Wie kann vergleichende Forschung dazu beitragen, Diagnostik und Behandlung weiterzuentwickeln? Und welche Möglichkeiten eröffnen 3D-gedruckte Medikamente für Tiere? Antworten auf diese Fragen gibt Professor und Tierarzt Henrik Rönnberg von der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften (SLU) in der aktuellen Folge des Podcasts „Telling Tails“. 

Krebserkrankungen betreffen nicht nur Menschen, sondern auch Heimtiere. Bestimmte Tumorerkrankungen bei Hunden und Katzen weisen Ähnlichkeiten mit entsprechenden Erkrankungen beim Menschen auf und genau hier setzt die vergleichende Krebsforschung an. Darüber informiert der Versicherer Agria in seiner Pressemitteilung zum neuen Podcast.

Einer der weltweit führenden Spezialisten auf diesem Gebiet ist Professor und Tierarzt Henrik Rönnberg. Er forscht an der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften (SLU) in Uppsala und arbeitet dort zugleich klinisch. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der vergleichenden Krebsforschung und der Frage, welche Erkenntnisse sich aus den Gemeinsamkeiten von Krebserkrankungen bei Heimtieren und Menschen gewinnen lassen. Welche Tumorerkrankungen bei Hunden und Katzen besonders häufig auftreten, wo die Gemeinsamkeiten mit Erkrankungen beim Menschen liegen und welche Möglichkeiten die vergleichende Forschung eröffnet, erklärt Rönnberg in der aktuellen Folge.

Hunde spielen bislang die größte Rolle in der vergleichenden Krebsforschung. Denn einige Tumorerkrankungen, darunter Haut- und Gesäugetumoren, weisen deutliche Ähnlichkeiten mit entsprechenden Erkrankungen beim Menschen auf. Auch bei Katzen treten unter anderem aggressive Gesäugetumoren auf, die bestimmten Brustkrebserkrankungen bei Frauen ähneln, so die Presseinformation.

Medikamente aus dem 3D-Drukcer 

Ein besonders spannendes Forschungsfeld führt von der Humanmedizin direkt in die Tiermedizin: 3D-gedruckte Medikamente. Wie diese Technologie funktioniert und welche Möglichkeiten sich daraus für die Behandlung von Heimtieren ergeben, sind ein weiteres Thema des Podcasts. Gemeinsam mit Pharmazeuten der Universität Uppsala entwickelt Henrik Rönnberg diese Technologie für Heimtiere weiter. Der Ansatz ermögliche es, Dosierung, Geschmack und sogar die Größe einer Tablette individuell anzupassen. 

„Kinder und Tiere haben ein ähnliches Problem: Medikamente sind meist für erwachsene Menschen mit einer deutlich größeren Körpermasse ausgelegt. Der Vorteil von 3D-gedruckten Medikamenten ist, dass wir die Dosierung individuell anpassen, den Geschmack verändern und die Größe der Tablette so wählen können, dass kleine Tiere sie leichter schlucken können“, erklärt Professor Henrik Rönnberg.

Immer mehr Katzen erhalten Zugang zur Krebsbehandlung

Ein Blick auf die Schadenstatistik von Agria könnte den Eindruck vermitteln, dass Katzen seltener von Tumorerkrankungen betroffen sind als Hunde, teilt der Versicherer mit. Dahinter stünden jedoch andere Ursachen: Historisch waren die diagnostischen Möglichkeiten bei Katzen eingeschränkter und auch die Forschung konzentrierte sich stärker auf Hunde. Inzwischen erhielten immer mehr Katzen Zugang zu entsprechender Diagnostik und Behandlung.

„Historisch gesehen lagen Katzen hinter Hunden zurück. Heute beobachte ich jedoch eine zunehmende Bereitschaft und ein größeres Bewusstsein bei Katzenhaltern, die häufiger eine Krebsbehandlung für ihre Tiere in Anspruch nehmen“, so Professor Henrik Rönnberg.

Der von Anki Yngve moderierte „Telling Tails“-Podcast erscheint in acht europäischen Ländern und kann hier abgerufen werden.