11.000 Quadratmeter Fläche, 195 Aussteller und fünf Hallen, das sind die nackten Zahlen rund um die „Pro Garten & Tier“ der Sagaflor. An zwei Tagen treffen sich dort jährlich die Fachhändler der Verbundgruppe mit ihren Lieferanten, um sich über Neuigkeiten und das Geschäft auszutauschen.
Für die Kasseler Zentrale ist das immer auch die Gelegenheit, im Rahmen einer Pressekonferenz über das vergangene Geschäftsjahr und die Pläne für die Zukunft zu informieren. Vorstandssprecher Peter Pohl sprach im Rahmen einer Pressekonferenz am Messe-Freitag insgesamt von „guter Stimmung“ bei der Sagaflor-Vollversammlung.
Katze bleibt Wachstumstreiber
Die Zoo-Sparte habe im vergangenen Geschäftsjahr stabile, wenn auch leicht rückläufige Umsätze erzielt. Die Katze sei weiterhin Wachstumstreiber, der Lebensmitteleinzelhandel gewinne Marktanteile und auch der Online-Handel wachse.
Im Garten-Segment sei nach wie vor Konsumzurückhaltung zu spüren und die Kunden kauften zunehmen digital. Darüber hinaus habe sich der Gartenmarkt nicht spürbar weiterentwickelt, sagte Pohl. Für ihn stehen die Zeichen aber auf Wechsel, prophezeite der Sagaflor-Geschäftsführer doch für den Gartenmarkt ein „Jahrzehnt der Veränderungen“.
Umfrage unter Partnern
Egal ob Heimtier oder Garten, die Kasseler Zentrale möchte ihre Partner mit verschiedenen Maßnahmen unterstützen, damit diese weiterhin erfolgreich Handel betreiben können. Für ein tieferes Verständnis der Situation in den rund 700 Standorten hatte die Sagaflor eine Umfrage zu den aktuellen Herausforderungen gemacht. Kunden oder Mitarbeiter gewinnen und binden, steigende Kosten, Warenverfügbarkeit und die Digitalisierung wurden am häufigsten als Antwort gegeben.
Um die Partner bei diesen Herausforderungen zu unterstützen, investiert die Sagaflor beispielsweise in ein einheitliches Markenerlebnis und einen Masterplan für die Flächengestaltung. „Nur die Ware hinstellen, das ist heute zu wenig“, fasst Peter Pohl die Motive zusammen.
Die Kasseler Zentrale setzt hierfür auch stark auf digitale Kommunikation. Mit einer App als zentraler Plattform, einem Kundenclub, KI-gestützten Newslettern sowie personalisierter Ansprache versucht das Unternehmen die Käufer bei der Stange zu halten.
Profil durch Eigenmarken
Angebotsseitig möchte sich die Verbundgruppe noch stärker durch Eigenmarken profilieren und präsentierte darüber hinaus viele Neuheiten auf dem eigenen Heimtier-Stand aus den Bereichen Katze, Gesundheit und Fitness, Wohlbefinden oder Spielen und Toben. Mit neuen Produkten und Präsentationsmöglichkeiten will die Gruppe so die Nachfrage der Tierhalter bedienen.
Auch wichtig ist die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Partner. Kosten senken und Prozesse vereinfachen sind hier die Ziele und sollen durch Investitionen beispielsweise in Warenwirtschaft, elektronische Regaletiketten, Self-Checkout oder Retail Media erreicht werden.
Pohl und das Unternehmen setzen für die Zukunft also auf einen Mix verschiedener Ansätze. Das Digitale spielt bei allem eine tragende Rolle. „Digitale Sichtbarkeit verdoppelt das Wachstum“, sagt der Geschäftsführer im Hinblick auf die Anstrengungen bei der Kundenkommunikation. Es geht jedoch nicht allein darum, vom Kunden gesehen zu werden. Vielmehr müsse auch der Händler den einzelnen Kunden sehen, also dessen Gewohnheiten und Bedürfnisse erkennen, stellte Peter Pohl heraus.