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Tiere im Winter: Zu trockene Luft ist ungesund

Kleine Heimtiere wie Kaninchen, Ratten und Mäuse müssten sich doch bei den lausigen Temperaturen im Winter in der warmen Wohnung richtig wohl fühlen. Das stimmt nicht ganz, denn das Wohnungsklima ist nicht immer gesund für die Tiere.

von Dr. Rolf Spangenberg

Zu kalt haben es unsere Heimtiere im Winter in der Wohnung sicher nicht. Aber etwas anderes kann Tieren zu schaffen machen: Die warme Wohnungsluft ist im Regelfall viel zu trocken und darunter leiden die Schleimhäute: Sie trocknen aus und bilden dann einen Nährboden für Entzündungserreger, Viren und Bakterien. Das wiederum kann leicht zu Infektionserkrankungen führen, die sich mitunter als Husten und Röcheln äußern. Aber auch Bindehautentzündungen können auftreten. Ganz allgemein kann der Appetit nachlassen und die Tiere wirken dann lustlos, das Fell erscheint oft stumpf und glanzlos.

Deswegen sollte man darauf achten, dass die Luft nicht zu trocken wird. Hilfreich ist ein Hygrometer, der die Luftfeuchtigkeit im Raum anzeigt. Gegen die zu trockene Heizungsluft helfen Luftbefeuchter, offene Wasserschälchen oder noch besser Grünpflanzen. Auch regelmäßiges Lüften ist wichtig. Aber auch hier ist Vorsicht geboten: Die Tiergehege sollten auf keinen Fall im Luftzug stehen. Den Käfig beim Lüften also kurz wegstellen.

Da Zugluft sehr ungesund für Kaninchen, Meerschweinchen und Co sein kann, sollte ihr Gehege nach Möglichkeit immer an einem geschützten Ort stehen. Ob das Gehege von Zugluft betroffen ist, lässt sich mit einer Kerze herausfinden: Flackert die Flamme, ist die Stelle für ein Gehege ungeeignet.

Kleinsäuger nicht einem plötzlichen Temperaturwechsel aussetzen

Grundsätzlich gilt: Kleinsäuger, wie Kaninchen, Ratten und Mäuse sind sehr empfindlich. Ihr Lebensraum darf nicht einfach verändert werden. So kann es gefährlich sein, Tiere, die draußen leben, bei starker Kälte einfach in die Wohnung zu holen. Oder umgekehrt, Tieren, die nicht an die Außenhaltung gewöhnt sind, plötzlich ein Gehege im Freien einzurichten. Die Tiere müssen sich immer langsam und über einen langen Zeitraum an die neue Umgebung gewöhnen können.

Leben die Tiere im Freien, brauchen sie auf jeden Fall ein wind- und feuchtigkeitsgeschütztes Häuschen, in dem sie sich zusammenkuscheln können.