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Ein Welpe kommt ins Haus - die ersten 14 Tage

Wer sich für einen Hund als Heimtier entscheidet und sich einen Welpen nach Hause holt, sollte zu Beginn ein paar Dinge beachten, die das spätere Zusammenleben erleichtern werden.

In den ersten 14 Tagen ist der Welpe sehr ortsgebunden. Er möchte nicht "Gassi gehen", bleiben Sie also einfach viel in der Wohnung. Geben Sie dem Welpen die Möglichkeit, stets nah bei Ihnen zu sein. Sie haben am besten eine Transportbox, die sie überall mit hinnehmen können - auch neben Ihr Bett, wenn Sie schlafen gehen. Der Welpe wird bei Ihnen das erste Mal ohne die Wärme und den Herzschlag der Geschwister schlafen müssen, deshalb wird er Ihre Nähe genießen. Wenn Sie das neue Familienmitglied dann mal aus der Box holen wollen, greifen Sie aber nie von oben hinein, sondern locken Sie den Welpen mit Futter heraus. Das schafft mehr Vertrauen.

Halten Sie sich unbedingt daran: Ihr Hundchen braucht 20 Stunden Schlaf, Dösen und Ruhe. Er muss sich entwickeln. Das ist harte Arbeit für ihn: Knochen und Gelenke sind noch weich, das Gehirn muss viele neue Eindrücke verarbeiten, der Verdauungstrakt in Ordnung kommen. Alles ist fremd. Zeigen Sie dem kleinen Hund Ihr Leben, ganz in Ruhe, langsam und nachvollziehbar für Augen und Gehirn! Der Welpe ist nichts anderes als ein Baby, welches sich erst langsam an die Welt gewöhnen muss.

Ermahnen Sie Ihre Kinder: Kein Streicheln, wenn der Welpe schläft - sonst könnte er sich mit einem Biss wehren. Auch beim Spielen müssen Ihre Kinder lernen, sanft zu sein. Lassen Sie den Welpen nie, auch später nicht, mit den Kindern allein, das geht nicht gut. Zeigen Sie dem Tier Ihre Wohnung, gewöhnen Sie es an die Leine und führen es so in vertrauter Umgebung herum. Zeigen Sie ihm evtl. den Garten auf dem Arm. Sie würden auch Ihr neugeborenes Baby nicht auf der Straße krabbeln lassen, damit es sich an die Umwelt gewöhnt und lernt, "ohne Sie zurecht zu kommen".

Erst lernt der Welpe so sein neues Zuhause kennen und alle Bezugspersonen kennen. Das ist Schwerstarbeit für das kleine Gehirn. Dann kommen "Sitz", Heran -Kommen und Spielzeuge. Das sollte alles gemächlich, für die noch langsamen Augen und das Gehirn nachvollziehbar, eingeführt werden. Trainieren Sie die unerfahrene Hundenase, indem Sie mit dem Finger am Boden (!) entlang streichen. Der kleine Kerl wird begeistert folgen! Und wenn dann noch am Ende ein Leckerchen liegt - wau! Lassen Sie den Welpen über Zeitung und Plastik gehen, lehren Sie ihn NEIN in und unter der Hand auf dem Boden. Gehen Sie nicht zu weit weg, schaffen Sie Vertrauen, bieten Sie dem kleinen Kerl Schutz und geistige Nahrung, viel Bewegung kommt später dazu.

Wenn Sie anfangen, mit Ihrem Hund "Gassi zu gehen" zerren Sie ihn nicht auf die Straße. Er wird bocken, zittern und die Verdauung einstellen, sich auf die Straße setzen, schnell eine Blasenentzündung bekommen und Sie um den Schlaf bringen. Der Kleine wird in solch einem Fall zudem mit Antibiotikum behandelt und unnötigen zusätzlichem Stress ausgesetzt, weil er ja neben der Eingewöhnung auch noch Entwurmung und Impfungen zu überstehen hat.

Tragen Sie das Hundchen einfach zu dem Platz, den Sie sich direkt vor der Tür ausgesucht haben - nicht lange laufen! - alles erledigen und wieder rein, besonders, wenn in der Nachbarschaft viele Katzen und Hunde wohnen.

Die ersten 14 Tage werden bei all den neuen Eindrücken und dem gemeinsamen Eingewöhnen wie im Fluge vergehen. Weitere Tipps finden Sie auf meiner Website: http://www.wpm-media.com.