Goldhamster sind Einzelgänger und vertragen sich außerhalb der Paarungszeit nicht mit Artgenossen. Daher müssen sie alleine gehalten werden.
Das Bild, das manch einer von einem Hamsterkäfig aus seiner Kindheit im Kopf hat, könnte heute bereits ein wenig überholt sein. Waren damals die Käfige samt Zubehör doch weitgehend aus Plastik und dazu recht klein.
Bewegungsdrang gerecht werden
Moderne Hamsterheime tragen dem Bewegungsdrang der Nager Rechnung und ermöglichen mehr hamster-typische Verhaltensweisen. Denn kommen die Tiere am Abend erst einmal aus ihrem Schlafhäuschen heraus, sind sie durchaus aktive Gesellen.
So graben die Tiere gern in der Einstreu. Dazu benötigen sie mindestens 10 bis 15 cm Einstreu, besser noch mehr. Moderne Nagarien, eine Art Zwischending zwischen Nagerkäfig und Terrarium, ermöglichen das. Damit die gegrabenen Gänge halten, ist eine Vermischung des Einstreumaterials mit Stroh oder Papierstreu ratsam. Der Zoofachhandel hält unterschiedliche Einstreumaterialien bereit, die auch gut für grabende Tiere geeignet sind.
Ungefährliche Materialien
Die Abmessungen des Hamsterheims dürfen gern möglichst groß sein, die neugierigen Tiere werden den Raum gern annehmen, insbesondere wenn er interessant gestaltet ist.
Klettermöglichkeiten und auch der Einbau von Etagen im Käfig sind in der Regel sehr beliebt. Sie sollten absturzsicher sein und aus ungefährlichen Materialien bestehen.
Beschäftigungsprodukte aus Naturmaterialien aller Art finden sich in großer Vielfalt im Zoofachhandel. Diese Materialien sollten bevorzugt verwendet werden, da die Tiere sie sehr wahrscheinlich benagen. Plastik wird auch benagt und kann dabei zum Beispiel im Falle des Verschluckens Verletzungen bei den Tieren verursachen.
Ob ein Laufrad zur Einrichtung gehören soll und wie es beschaffen sein soll, erfahren Sie hier: "Trimm dich für Kleinsäuger".
Hamster sind keine Schmusetiere
Goldhamster sind empfehlenswerte Haustiere für berufstätige Erwachsene und auch für ältere Jugendliche, die erst abends Zeit zuhause und mit ihrem Tier verbringen können. Wenn sie dann noch Spaß daran haben, ihrem Tier einen abwechslungsreichen Lebensraum zu gestalten und es abends noch beobachten zu können oder ihm auch Auslauf in einer hamstersicheren Umgebung zu bieten, haben sie ein geeignetes Tier gefunden.
Schmusetiere sind Hamster eher nicht, viele Tiere jedoch werden bei ruhigem und regelmäßigem Umgang mit ihnen sehr vertraut mit dem Menschen.