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Hautpilz bei Katzen – erkennen und behandeln

Hauptpilz bei Katzen lässt sich nicht auf den ersten Blick erkennen, da die Hinweise auf die Infektion recht diskret sind. Ist die Diagnose einmal gestellt, stellt sich die Frage: Wie wird der Stubentiger die Infektion wieder los?

von Dr. Rolf Spangenberg

Erste Anzeichen für eine Infektion sind runde, haarlose Stellen im Fell. Außerdem bemerken Tierhalter, dass sich die Katze häufiger kratzt. Eine endgültige Diagnose kann natürlich nur ein Tierarzt stellen. Um herauszufinden, ob es sich um Hautpilz handelt, wird er die Katze vielleicht mit UV-Licht bestrahlen – Pilzherde leuchten dann grünlich auf. Das Sicherste ist, eine Pilzkultur anzulegen, was allerdings mindestens ein paar Tage dauert, bis der Befund eintrifft. Und wenn es dann wirklich Hautpilz ist?

Bei der Behandlung ist Geduld gefragt

Für die Behandlung benötigen Katzenhalter ein wenig Geduld. Manchmal ist es zweckmäßig, vorher das Fell abzuscheren – da sollte man auf den Rat des Tierarztes hören. Es gibt grundsätzlich zwei Behandlungsmöglichkeiten.

Mit pilzwirksamen Tinkturen kann man die befallenen Stellen längere Zeit behandeln. Das ist allerdings recht unsicher und hängt auch von der Katze ab. Wenn sie sich nach dem Auftragen heftig leckt, nützt es wenig und kann sogar zu Vergiftungserscheinungen führen.

Sicherer – allerdings auch umständlicher – ist die Behandlung mit Tabletten, die regelmäßig über mindestens sechs Wochen eingegeben werden müssen. Der Wirkstoff (Griseofulvin) lagert sich dann in den Haaren ab und drückt deren pilzbefallenen Teil mit ihrem Wachstum heraus. Die Katze ist dabei über längere Zeit noch infektiös.

Gepflegte Katzen infizieren sich nur selten

Gepflegte Katzen mit gutem Immunsystem und wenig Stress infizieren sich nur selten. Allerdings gibt es sensible Katzen, bei denen nach einer Stressbelastung ein Hautpilz aufflammt. Die Katze einer Bekannten bekam jedes Mal einen Infektionsschub, wenn ein ihr unsympathischer Besucher in die Wohnung kam.

Festzuhalten ist: Hautpilz lässt sich behandeln, es gibt gut verträgliche und wirksame Medikamente. Wenn die Diagnose feststeht, darf man mit der Behandlung nicht zögern und sich gleichzeitig in Geduld üben.

Leider ist mit einer solchen Infektion verbunden, dass man das Schmusen stark einschränken oder für die Dauer der Behandlung ganz unterlassen sollte. Das gilt besonders für Kinder. Treten an der Haut der Kinder oder an der eigenen während der Erkrankung der Katze rote Flecken auf, sollte man sicherheitshalber einen Arzt aufsuchen.