Für das abwechslungsreiche Katzenleben ist es fast zur selbstverständlichen Voraussetzung geworden, die unerwünschte Fortpflanzung zu verhindern. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Die Kastration und die Sterilisation.
Bei der „Kastration“ der weiblichen Katze werden die hormonproduzierenden Eierstöcke komplett entfernt. Beim Kater werden bei einer Kastration die hormonproduzierenden Hoden entfernt. Der Eingriff erfolgt normalerweise etwa ab dem vierten oder fünften Lebensmonat und ist für Kleintierärzte in der Regel ein Routine-Eingriff.
Nach einer Kastration werden weibliche Katzen nicht mehr rollig, das heißt, auch die äußeren Anzeichen der Paarungswilligkeit sind nicht mehr vorhanden.
Die Sterilisation
Im Zusammenhang mit der Operation taucht immer wieder der Begriff der „Sterilisation“ auf. Bei der Sterilisation werden beim weiblichen Tier lediglich die Eileiter abgebunden oder durchtrennt - es kann also keine Befruchtung mehr stattfinden. Die hormonell aktiven Eierstöcke verbleiben im Organismus und es kommt weiterhin zur hormonbedingten Rolligkeit. Dieser Umstand bietet der Katze keinen Vorteil.
Im Gegenteil wird von gesundheitlichen Risiken berichtet, wenn etwa eine Katze in die Dauerrolligkeit gerät oder wenn die hormonell weiterhin aktiven Eierstöcke zystisch entarten. Daher wird eine Sterilisation in der Regel bei der Katze nicht durchgeführt, sondern der Tierarzt entscheidet sich gemeinsam mit dem Tierhalter für die Kastration.
Die hormonelle Kontrazeption, also "die Pille für die Katze" birgt mit den derzeit erhältlichen Wirkstoffen erhebliche gesundheitliche Risiken für die Tiere. Sie wird daher nur in begründeten Ausnahmefällen und nur in sehr enger Abstimmung mit dem Tierarzt angewandt.