Katzen sind nicht nur Schmusetiere, sondern außerordentlich erfolgreiche Jäger. Eine normale Hauskatze kann Beutetiere bis zur Größe eines Kaninchens problemlos erlegen. Dafür nutzt sie ihren geschmeidigen kraftvollen Körper und ihre scharfen Sinne. Zwar sind Katzen sensibel, ertragen aber körperliche Schmerzen äußerst gelassen und haben eine erstaunliche Heilungskraft. Ihre zähe Haut schützt sie vor Angriffen anderer Katzen.
Es kann vorkommen, dass die Samtpfoten den Menschen Prankenhiebe oder einen Biss versetzen. Das ist nicht böse gemeint. Vor allem Katzenkinder muss man bei der ersten Aggression in ihre Schranken weisen. Wenn sie kratzen oder beißen, sollten Tierhalter sofort aufschreien und den Kontakt abbrechen. Das merkt sich jede kluge Katze. Nur gut von Menschen erzogene Katzen bleiben auch später schmusig und ungefährlich!
Katzenregel verletzt
Doch woran liegt es, dass sich eine Katze zunächst streicheln lässt, dann aber plötzlich zubeißt oder ernsthaft kratzt? Dann hat der Mensch irgendwie die ungeschriebenen Katzenregeln verletzt. Beim Tier hat sich Stress aufgestaut und es kommt zu einem Aggressivitätsschub. Der Körper der Katze spannt sich an, die Pupillen werden rund. Da hilft nur eins: Sofort loslassen und die Katze vom Schoß scheuchen. Selbstverständlich lässt man das Tier dann in Frieden und geht möglichst aus dem Zimmer. Hat die Katze aber bereits zugebissen, sollte man schrill aufschreien und das Tier demonstrativ für eine Weile nicht beachten.
Dann gibt es noch die Katzen, die sich hinter Ecken in der Wohnung verstecken, blitzschnell hervorhuschen, wenn ein Mensch vorbeikommt und diesen kräftig beißen. Dabei handelt es sich um einen aufgestauten Jagdtrieb, den sie am Menschen abreagieren. Die Lösung: Mit der Katze tolle Jagdspiele machen! Entsprechendes Spielzeug gibt es in großer Auswahl im Zoofachhandel.
Zum Trost machen Sie sich noch einmal klar, Sie haben einen gefährlichen Jäger um sich, der die Menschenregeln lernen muss.