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Politik und Tier : zza trifft Petra Ernstberger, MdB

Die SPD-Politikerin Petra Erstberger mit ihrem Windhundmischling.

In über einem Drittel aller deutschen Haushalte leben Heimtiere, darunter ist natürlich auch so mancher Politiker-Haushalt. Zahlreiche Mitglieder des Deutschen Bundestages teilen ihr Heim mit einem Tier – warum sie Tiere halten, wie sich das Zusammenleben gestaltet und welche Rolle ihrer Meinung nach Heimtiere in unserer Gesellschaft spielen sollten, ergründet unsere zza-Serie „Politik & Tier“. Hier die Antworten von Petra Ernstberger (SPD).

zza: Sie haben ein Heimtier, welches?

Petra Ernstberger: Einen griechischen Windhundmischling.

Wieso haben Sie sich gerade für dieses Tier entschieden?

Liebe auf den ersten Blick.

Wie sind Sie zu Ihrem Tier gekommen?

Ein befreundetes Ehepaar hatte die verletzte Hündin aus dem Urlaub auf Kreta als Welpe mitgebracht. Sie pflegten sie, konnte sie aber nicht behalten, weil sie bereits einen Hund besitzen.

Hatten Sie schon als Kind ein Tier?

Ich bin mit Hunden aufgewachsen, hatte auch später Hunde. Leider erlaubt mir mein Beruf nicht, ein Tier verantwortungsbewusst zu halten. Nur mit Hilfe meiner Freunde kann ich gewährleisten, dass meine Mika gut versorgt ist.

Tiere gehen nicht wählen. Unterstützt Ihr Tier Ihre politische Arbeit dennoch?

Ich nehme sie im Wahlkreis oft mit auf Termine. Sie öffnet Türen und Herzen.

Sollten Tiere in unserer Gesellschaft in Zukunft eine größere Rolle spielen?

Sie sollten eine angemessene Rolle spielen. Sie bereichern das Leben und sind gute Kameraden. Dafür haben sie ein gutes Leben verdient.

Welche Tiere faszinieren Sie neben Ihren eigenen am meisten?

Pferde und Gorillas.

 

Zur Person

Petra Ernstberger absolvierte nach dem Abitur ein Studium an der Universität Bayreuth für das Lehramt an Volksschulen, welches sie 1978 mit dem ersten und nach Ableistung des Referendariats 1981 auch mit dem zweiten Staatsexamen beendete. Anschließend war sie als Grundschullehrerin tätig. 1990 wechselte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik der Universität Bayreuth.

Die Mutter von zwei Kindern ist seit 1990 SPD-Mitglied. 1992 bis 2005 war sie Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Hof-Wunsiedel. 1994 wurde sie erstmals in den Deutschen Bundestag gewählt. Seit 2004 ist sie Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion. Im 18. Deutschen Bundestag ist Ernstberger Ordentliches Mitglied im Ältestenrat und Stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss.

Die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande, des Bayerischen Verdienstordens und des deutsch-tschechischen Kunstpreises ist außerdem Stellvertretende Vorsitzende der Interparlamentarischen Union sowie Stellvertretendes Mitglied im Gemeinsamen Ausschuss von Bundesrat und Bundestag sowie der Parlamentarischen Versammlung der NATO.