Britta Beste hat sich mit ihrer Firma Das Beste Coaching in der Heimtierbranche einen Namen als Personalentwicklerin und Coachin gemacht. Sie weiß, wie schwierig und oft kostspielig es heute ist, Treffen für Weiterbildungsmaßnahmen und Schulungen zu organisieren, und sieht die Zukunft ganz klar in KI-Schulungen.
Sie ist selbst begeisterte Nutzerin der Setero-Plattform und berät das Unternehmen inzwischen mit Blick auf die Praxis im Zoofachhandel. Sie ist dort allerdings nicht angestellt oder finanziell beteiligt. Für den zza hat sie die wichtigsten Fragen rund um das KI-Tool beantwortet.
Was macht die Setero-KI so besonders für den Zoofachhandel?
Setero ist kein Training von der Stange – das System ist so gestaltet, dass es sich vollständig an die realen Herausforderungen im Zoofachhandel anpassen lässt. Ob Schulungen für neue Produkte, Ernährungsphysiologie, Unverträglichkeiten, sinnvolle Zusatzverkäufe, überzeugende Beratungsgespräche mit anspruchsvollen Kunden oder gezielte Einwandbehandlung – die Inhalte sind individuell konfigurierbar. Besonders hilfreich: Das Training ist ortsunabhängig und jederzeit nutzbar. So können auch Teams, die über verschiedene Standorte verteilt arbeiten, ganz einfach, kosteneffizient und flexibel geschult werden – ohne lange Terminabsprachen oder Präsenzseminare.
Wie genau läuft das digitale Training ab?
Man kann sich das vorstellen wie ein Rollenspiel mit einer sehr gut geschulten KI. Die künstliche Intelligenz schlüpft in die Rolle eines Kunden – freundlich, skeptisch oder auch mal gestresst – und der Nutzer trainiert den Gesprächsverlauf. Es wird nicht einfach etwas vorgelesen, sondern wirklich gesprochen und die KI stellt zielorientierte Verständnisfragen. Nach jeder Übung gibt es direkt Feedback, sodass man genau weiß, was schon gut lief und was man noch besser machen kann. Das Training kann auch in strukturierte Lernpfade eingebettet werden, etwa für die Einarbeitung neuer Mitarbeitender oder regelmäßige Fortbildungen.
Wie erkenne ich Fortschritte – und wer bewertet eigentlich, wie gut ich bin?
Jede Trainingseinheit endet mit einem klaren, verständlichen Feedback. Das System erkennt Stärken und Schwächen automatisch – zum Beispiel, ob die Kundenansprache, der Gesprächseinstieg überzeugt hat oder wie souverän mit Einwänden umgegangen wurde. Vorgesetzte können die Entwicklung ihrer Teams über ein übersichtliches Dashboard verfolgen und im System über eine Kommentarfunktion zusätzlich Feedback geben. So wird der Lernfortschritt nicht nur spürbar, sondern auch messbar.
Woher weiß die KI eigentlich, wie der Zoofachhandel tickt?
Die technische Grundlage basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen, doch das wahre Potenzial liegt in der Individualisierung: Unternehmen können ihre eigenen Unterlagen, Leitfäden oder Schulungsskripte einbinden. Diese Daten werden DSGVO-konform und streng mandantengetrennt verarbeitet – damit entsteht ein einzigartiges, praxisnahes Trainingsumfeld, das genau zum jeweiligen Betrieb passt.
Was kostet mich eine Lizenz? Wie starte ich?
Der Einstieg ist sehr einfach: Die Plattform ist intuitiv bedienbar – ein Einführungskurs ist meist nicht nötig. Die Anzahl der Nutzer ist nicht begrenzt, egal ob kleines Team oder große Kette. Die Kosten hängen vom gewünschten Umfang ab – zum Beispiel, ob nur eine Einarbeitungsphase begleitet wird oder regelmäßige Trainings-Sprints stattfinden. Interessierte Unternehmen erhalten ein maßgeschneidertes Angebot, inklusive klarer Kosten-Nutzen-Kalkulation.
Was unterscheidet die KI von klassischen Vertriebsschulungen?
Ganz klar: die Regelmäßigkeit, die Skalierbarkeit und die Praxisnähe. Während klassische Schulungen oft punktuell stattfinden, begleitet Setero die Mitarbeiter-Teams dauerhaft. Jeder Mitarbeitende kann jederzeit in sicherer Umgebung üben und besser werden – ganz ohne Druck. Ein bisschen wie bei der Sprachen-Lern-App „Duolingo“. Führungskräfte und Coaches werden entlastet und bekommen gleichzeitig bessere Einblicke in die Entwicklung ihrer Teams.
Nutzen bereits Firmen aus der Heimtierbranche Setero?
Ja, mehrere Zoofachhändler und Hersteller aus der Branche setzen Setero bereits erfolgreich ein. Besonders überzeugt hat sie die Kombination aus Flexibilität, Praxisnähe und Skaleneffekt.
Wer steckt hinter der KI?
Setero kommt aus Berlin und wurde von einem Team gegründet, das tief in der Welt des Vertriebs und der Sprach-KI verankert ist. Die Gründer, Kenneth Hillig, Philip Stackmann und Leon Kukuk, bringen Erfahrung aus dem Aufbau von Vertriebsteams, Vertriebsorganisation und KI-basierten Softwarelösungen mit. Ihre Vision lautet: Mit Hilfe von KI Menschen dabei zu unterstützen, in entscheidenden Gesprächen selbstbewusster, klarer und wirksamer zu kommunizieren. Auch in anderen Branchen ist Setero bereits aktiv – darunter Telesales, Software und Pharma.
Sabine Gierok