„Ich habe Dogstyler in den letzten Jahren intensiv begleitet und weiß, welches Potenzial in dieser Marke steckt. Hunde gehören für mich seit meiner Kindheit zum Leben dazu – ihre Sicherheit und ihr Komfort sind mir persönlich ein großes Anliegen“, erklärt Geschäftsführerin Katja Röhrig. Ihr Ziel ist es, das Sortiment weiterzuentwickeln und den Fachhandel mit innovativen und attraktiven Produkten zu überzeugen.
Die Firma Desdogs, die bisher das Franchise-System „Dogstyler“ betrieb, ist seit dem 1. September 2024 insolvent und wird nicht weitergeführt. Mit der Übernahme der Markenrechte für die Produkte durch den belgischen Investor und ehemaligen Dogstyler-Geschäftsführer Bert Destrooper wurde das Geschäftsmodell grundlegend verändert: Dogstyler wird sich künftig nicht mehr auf Franchise-Stores stützen, sondern seine Produkte direkt für den Fachhandel zugänglich machen.
Einige Dogstyler-Stores in Deutschland behalten zwar den Namen, agieren aber unabhängig vom ursprünglichen Franchise-System. Destrooper selbst vertraut weiterhin auf die Marke und bringt als Gesellschafter seine bisherige Erfahrung und sein Know-how mit ein.
Weniger Mitarbeiter
Mit dieser strategischen Neuausrichtung ging auch eine Anpassung der Mitarbeiterstruktur einher. Die Anzahl der Beschäftigten wurde von 20 auf neun reduziert. Bereiche wie Franchise, Marketing und Onlineshop-Design wurden nicht übernommen. Gleichzeitig setzt Dogstyler auf eine gezielte Verstärkung im Vertrieb, um neue Fachhandelskunden zu gewinnen.
In der DACH-Region übernimmt mit Oliver Simon ein erfahrener Branchenkenner diese Aufgabe, während europaweit Außendienstmitarbeiter neue Kunden akquirieren sollen. Ein wichtiger Bestandteil der Strategie ist zudem die Teilnahme an Fachmessen. Auch der Online-Shop soll eine zentrale Rolle einnehmen und wird aktuell überarbeitet, um den Anforderungen des digitalen Handels gerecht zu werden, so Röhrig.
Die neue Ausrichtung setzt verstärkt auf Produktentwicklung, Markenausbau und Internationalisierung. Ziel ist es, ein deutlich erweitertes Sortiment zu schaffen, das für den Fachhandel attraktiver wird. Dazu gehören auch Private-Label-Kooperationen. Die Produktentwicklung erfolgt weiterhin in Soest, zum Teil in Zusammenarbeit mit einem belgischen Designer. Während der Großteil der Produkte in Europa gefertigt wird, werden Geschirre aus Asien bezogen.
Neue Lösungen für den Fachhandel
„Wir setzen auf Qualität und Innovation. Mit unserer neuen Produktlinie wollen wir nicht nur bewährte Konzepte weiterentwickeln, sondern auch ganz neue Lösungen für den Fachhandel und Endkunden schaffen“, so Röhrig weiter.
Besonders im Bereich „Hundetransport im Auto“ soll bereits im April eine neue Lösung auf den Markt kommen. Diese verbessere sowohl die Befestigung als auch die Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit der Autositze und werde durch neue Materialien und Farben ergänzt, sagt Röhrig. Zudem werde das Produktsortiment um Artikel für den Home-Bereich, Leinen, Halsbänder, Geschirre und Bekleidung erweitert.
„Dogstyler bleibt seinem hohen Qualitätsanspruch treu, geht aber mit einer marktkonformen Preisstrategie neue Wege. Durch größere Produktionsmengen und die Loslösung vom Franchise-System kann das Unternehmen seine Produkte zu attraktiveren Konditionen anbieten“, kündigt Röhrig an.
Hinter Dogstyler steht jetzt die Firma Paworks mit Sitz in Soest in der alten Dogstyler-Zentrale. Durch die Unterstützung des Investors seien zusätzliche Marken im Heimtierbereich geplant und auch weitere Unternehmensbeteiligungen nicht ausgeschlossen, informiert das Unternehmen. Damit stellt sich Dogstyler nicht nur neu auf, sondern bereitet sich langfristig auf weiteres Wachstum vor.
Sabine Gierok