Wer mehr Einkommen hat, geht mit Hund oder Katze häufiger zur Tierärztin beziehungsweise zum Tierarzt und gibt dort auch häufiger größere Summen aus. Dies zeigt eine aktuelle Studie, die das Umfrageinstitut Statista in Zusammenarbeit mit der Agila Haustierversicherung durchgeführt hat.
Befragt wurden im Dezember 2025 insgesamt 2.457 Heimtierbesitzer, darunter 1.222 Hunde- und 1.235 Katzenhalter, wie oft sie 2025 mit ihrem Tier in tierärztlicher Behandlung waren und wie viel Geld sie im Laufe des Jahres für diese Behandlungen ausgegeben haben. Die Ergebnisse seien für Deutschland repräsentativ und fielen, wenn man sie nach dem jeweiligen Haushaltsnettoeinkommen auffächert, sehr unterschiedlich aus, teilt der Versicherer mit.
Neun Prozent waren gar nicht beim Tierarzt
Während insgesamt betrachtet nur neun Prozent der Tierhalter im Jahr 2025 gar nicht beim Tierarzt waren, trifft dies auf 18 Prozent derjenigen zu, deren monatliches Nettohaushaltseinkommen unter 1.000 Euro lag. Insgesamt betrachtet haben 15 Prozent der Halter 2025 öfter als viermal tierärztliche Hilfe beansprucht. Bei den Geringverdienern waren es jedoch nur neun Prozent, bei Menschen mit einem monatlichen Nettohaushaltsnettoeinkommen über 10.000 Euro hingegen 34 Prozent.
Ähnlich groß ist die Kluft bei den Ausgaben. Insgesamt betrachtet zahlten zehn Prozent der Halter 2025 mehr als 1.000 Euro beim Tierarzt, fünf Prozent sogar mehr als 2.000 Euro. Bei einem Einkommen von unter 1.000 Euro zahlten nur drei Prozent mehr als 1.000 Euro und niemand mehr als 2.000 Euro. Von den Haltern mit einem Einkommen über 10.000 Euro zahlten jedoch 38 Prozent mehr als 1.000 Euro und 24 Prozent mehr als 2.000 Euro.
Wer mehr hat, gibt mehr aus
„Was wir bisher nur vermuten konnten, haben wir nun Schwarz auf Weiß: Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen der Inanspruchnahme tierärztlicher Versorgung und dem Einkommen von Tierhaltenden“, sagt Thomas Vogel, Vorstandsvorsitzender der Agila Haustierversicherung. Wer mehr verdient, gebe mehr für die Behandlung des Haustiers aus. „Menschen mit niedrigerem Einkommen nehmen seltener tierärztliche Leistungen in Anspruch.“
Tierversicherungen hätten zum Ziel, finanzielle Planbarkeit herzustellen, so Vogel. „So helfen sie dabei, diese Kluft zu verringern. Sie wirken risikoausgleichend und schaffen mehr Handlungsspielräume für Tierhaltende ebenso wie die Tierärztinnen und Tierärzte.“